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Keith Richards Biographie "LIFE" - Druckversion

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RE: Keith Richards Biographie "LIFE" - bernie1 - 24-02-2011

Wer neben dem Mucken noch Muße zum Lesen hat, dem empfehle ich obiges Buch.

Einfach nur gut !!!

bernie1


- Eifeljanes - 24-02-2011

na ja, wenn du bereits ein paar bücher über die stones bzw. über keith riff-hard gelesen hast (vgl. http://www.eifeljanes.de/rs/rsbuch.html), dann reisst \"life\" nicht unbedingt soooo vom hocker - mich jedenfalls. das buch von victor bockris (BOCKRIS, Victor: Keith Richards. Die Biographie des legendären Gitarristen der Rolling Stones, München 1993, 490 S., Heyne TB 8830, ISBN 3-453-07125-5) ist m.e. um längen besser (und mein lieblingsbuch). Rolleyes

klasse (und überraschend) fand ich allerdings schon, dass der olle keith sich über wochen mit herrn sarrazin an der spitze der spiegel-bestsellerliste gehalten hat. immerhin!

bei sehr vielen passagen liest man deutlich, dass da ein ghostwriter am werk war, der seinen bericht allerdings offenbar durch regelmäßige besprechungen mit keith himself um die ein oder andere amüsante episode erweitern konnte - wobei anzunehmen ist, dass keith erinnerungsvermögen durch diverse chemikalien der 60er bis 80er bedingt nicht unbedingt das beste sein wird...

trotzdem fand ich \"life\" um längen besser als die große clapton-biographie (kam vor zwei jahren oder so raus). von der hatte ich mir richtig viel erwartet und fand sie letztlich irgendwie langweilig. ja, langweilig. momentan lese ich an einem fetten schmöker über john lennon, in dem so ab ende 60er yoko deutlich das kommando übernimmt.


- Aenne - 24-02-2011

Ahja - so deklarieren also die Männer ihre \"Regenbogenpresse\". :teufel:

Da soll noch mal einer ein Ton sagen, wenn unsereiner beim Arzt oder beim Friseur (sonst natürlich nirgendwo I) ) die Bunte oder die Gala liest... Rolleyes


- ghetto - 27-02-2011

Zitat: Original von Eifeljanes:]momentan lese ich an einem fetten schmöker über john lennon, in dem so ab ende 60er yoko deutlich das kommando übernimmt.
Zu dem Thema kann ich das Buch \"John\" von Lennons erster Frau Cynthia Lennon empfehlen. Cynthia war damals sehr naiv, dennoch (oder gerade deshalb) beschreibt sie die Person John Lennon und das, was mit ihm und um ihn herum geschieht, auf eine mehr als lesenswerte Art und Weise.

Achtung: das Buch ist in Englischer Sprache!

Gruß,


- Eifeljanes - 30-05-2011

Dylan wurde 70, sein kölscher Wiedergänger 60 - daher aus gegebenem Anlass noch diese Ergänzung aus den Amazon-Rezensionen:


Für ne Moment - Wolfgang Niedecken


Um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin begeistert von Wolfgang Niedeckens Biographie und habe mich regelrecht zwingen müssen, diese nicht allzu schnell zu verschlingen.

Gefreut hatte ich mich nach rund 30 Jahren als BAP-Fan auf das Buch so wie zuletzt auf Keith Richards Biographie \"Life\" - allerdings hat \"Für ne Moment\" deutlicher das gehalten, was ich mir von einer glaubwürdigen Musiker-Biographie erwarte: Persönliche, teils intime (aber keineswegs voyeuristische) Einblicke in ein Künstlerleben, welches bei Niedecken nicht nur von der Musik, sondern auch ganz wesentlich von seiner Malerei bestimmt wird. Auch für Nicht-Fans kann sich die Lektüre von \"Für ne Moment\" dabei als Schilderung einer Kindheit in der Nachkriegszeit, als Blick auf eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung oder als Vita eines oft knapp vor dem Scheitern stehenden Bohemiens, Malers und Musikers lohnen.

Besonders gefallen hat mir, wie Textpassagen bekannter aber auch eher unbekannterer Songs und Bezugspunkte zur gemalten Kunst Niedeckens in die Story eingebunden wurden - ebenso, dass die Geschichte keineswegs chronologisch, sondern nach Themen sortiert mit Vor- und Rückschauen aufgebaut ist.

Die von vielen Fans lange als schmerzlich empfundene Trennung von Major Heuser und Schmal Boecker wird dabei mit Fairness geschildert und lässt auch die Aussteiger angemessen zu Wort zu kommen. Etwas vermißt habe ich allerdings Auskünfte über langjährige BAP-Weggefährten wie Fonz Wollrath und Steve Borg (beide kommen in \"Für ne Moment\" überhaupt nicht vor) und das Thema \"Rock n Roll & Alkohol\" (letzterer spielte auch bei BAP zeitweise eine wichtige Rolle).

Das abschließende und gleichermaßen bewegende wie aufrüttelnde Kapitel zu Niedeckens Afrika-Engagement entschädigt dafür.

Fazit: Eine aufrichtiges Buch eines anständigen und sich meistens treu gebliebenen Typen - \"Hey, Vorbild, dank dir schön!\"