Marci_55
Quetschklavier-Spieler
 
Beiträge: 82
Themen: 16
Registriert seit: Sep 2003
|
du wirst sehen, dass ist einacher als du denkst!
Wenn du bestimmte sachen mehrmals am tag wiederholst,
kannst du es irgendwann aus dem ff. Und du überlegst
gar nicht mehr was du da überhaupt genau spielst.
man kann sich nicht immer nur nehmen, man muss sich auch mal geben lassen können!
|
|
| 02-03-2004, 22:26 |
|
sohoert
Quetschklavier-Spieler
 
Beiträge: 80
Themen: 3
Registriert seit: Mar 2004
|
ich übe auch Tonleitern, nicht nur C-Dur, sondern auch von den anderen Tönen aus und auch mal Moll, Pentatonik usw - je nach Stimmung. Außerdem versuche ich mir Musiktheorie in den Kopf zu prügeln (und sie in die Praxis umzusetzen).
ich glaube das ist wichtig um improvisieren zu können wenn ich mit anderen zusammen spielen will - gut, manche können das vielleicht einfach so aus dem Gefühl heraus, ich gehöre leider zu denen bei denen das über den Kopf funktioniert.
Ach ja, und ich merke, durch das Training kommt man automatisch dahin nicht mehr auf die linke Hand achten zu müssen, irgendwann weiß die einfach was sie zu tun hat.
Mit der Zeit wird das Tonleitern-Üben langweilig, dann versuche ich Lieder zu spielen.
Zur Zeit: na ja, also 15min täglich nehme ich mir auch immer wieder vor; leider klappt es nicht, dass ich jeden Tag übe - aber wenn ich übe, dann wirds mindestens 1/2 Stunde (etwa 3x die Woche).
ich hab mal gehört (oder gelesen?), wenn man jeden Tag (vielleicht auch noch jeden zweiten) 5min übt, bringt es wesentlich mehr als wenn man 1x in der Woche 2Std übt, weil das Geübte dann vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis wandert, also sich richtig einprägt.
Weiß nicht mehr, woher ich das hab - vielleicht weiß eine/r der anwesenden Gitarrenlehrer/innen was darüber?
gruß sila
|
|
| 02-03-2004, 23:53 |
|
gitwork
Barree-Künstler
      
Beiträge: 469
Themen: 35
Registriert seit: Feb 2004
|
@sila
Holla! ja das mit dem Kurzzeit- Langzeitgedächtnis-Transport hätte glatt von mir sein können. Nicht das es auf meinem Mist gewachsen wäre, es ist eine Tatsache die in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen schon lange X-fach bewiesen wurde. Unser Gehirn hat drei \"Stationen\" mit denen es Sinneseindrücke verarbeitet:
1.das ultra Kurzzeitgedächtnis
hier geht alles rein, jeder Stein der unseren Weg kreuzt jedes Bild was wir sehen - alles eben.
Wenn wir uns den ganzen Scheiss der auf uns in jeder Sekunde einstürmt tatsächlich merken würden, wäre die Festplatte innerhalb kürzester Zeit voll und wir müssten mit ernsten Sytemabstürzen rechnen.
deshalb ist es unbedingt notwendig alles Unwichtige möglichst schnell zu vergessen, innerhalb von Stunden! Eine ganz wichtige Funktion hat dabei der Schlaf. Er räumt den Schreibtisch auf und alle Informationen die keine aussreichend tiefe Gedächtnisspur gegraben haben, verschwinden im Papierkorb-endgültig.
2. das Kurzzeitgedächtnis
hier kommen alle Ultrakurzzeitgedächtnis-Infos rein, an das wir uns in der ersten Phase oft genug erinnert haben. Wenn wir also beim Üben eine
[mark=#F7FB00]bestimmte Bewegung[/mark] oft genug wiederholen, landet sie sicherlich schon mal im 2.Ordner. Zufällige Bewegungen, oder unbewusstes \"Gedudel\" wird wieder gelöscht.
3. Langzeitgedächtnis
wenn wir uns innerhalb von mehreren Tagen (Faustregel:7 Tage) an Dinge immer wieder erinnern, sind sie endgültig eingebrannt wir vergessen sie [mark=#F7FB00]nie[/mark] mehr. Wir brauchen sie dann auch [mark=#F7FB00]nicht mehr zu üben![/mark]
Um eine solche Gedächtnisspur zu legen, ist es nicht notwendig an 7 aufeinanderfolgenden Tagen zu üben, (anyway it helps  wir müssen nur in 7 aufeinanderfolgenden Übeeinheiten das [mark=#F7FB00]selbe Material[/mark] üben. z.B. eine bestimmte Tonleiter, eine bestimmte schwierige Stelle - what ever.
Unser Gehirn funktioniert darüber hinaus nach einem genialen assoziativ vernetzenden Prinzip. D.h. je mehr verschiedene Geschichten wir mit einer Information verbinden, desto besser erinnern wir uns.
übertragen auf das Gitarre-üben heisst das: Je unterschiedlicher wir z.B. eine Tonleiter üben, desto besser prägen wir sie uns ein. Unterschiedlicher meint in diesem Zusammenhang Tempo und Dynamik.
1. langsam+leise
2. langsam+mittellaut
3. langsam+so laut wie möglich
4. mittelschnell+leise
5. mittelschnell+mittellaut
6. mittelschnell+so laut wie möglich
4. so schnell wie möglich+leise
5. so schnell wie möglich+mittellaut
6. so schnell wie möglich+so laut wie möglich
ich kann Euch nur raten das einfach mal auszuprobieren. Als mein alter Maestro seinerzeit mit eindringlichem Blick sagte: It will change your life
... hatte er recht
grüsse
gitwork
|
|
| 03-03-2004, 02:37 |
|
sohoert
Quetschklavier-Spieler
 
Beiträge: 80
Themen: 3
Registriert seit: Mar 2004
|
@ alle
ich finde es total klasse, dass sich hier so viele Leute tummeln die versuchen anderen weiterzuhelfen. Ein dickes Dankeschön!
Grade im Bereich Musiktheorie ist das ein hehres Ziel - mehrere Musiklehrer von mir sind fast verzweifelt beim Versuch mehr oder minder interessierten Schülern die Theorie zu erklären.
@mjchael
was mich immer irritiert hat (siehe meinen Eintrag im Intervall-Thread) ist, dass einem erst beigebracht wird, es gäbe nur 7 Töne und irgendwann soll man dann begreifen, dass es doch 12 sind.
Das ist auch meine Kritik an deinem Tonleiterfragebogen.
zu deinen Skalen-Seiten:
6 Töne heißen so, wie der Dur-Akkord, dessen Ringfinger an diesem Platz ist. (Amoll ist die Ausnahme) ???
ich finde es verwirrend formuliert, glaube aber zu verstehen was du damit sagen willst. aber was, wenn ich z.B. D-Dur so greife, dass der kleine Finger das D greift? Dann stimmt deine Regel nicht mehr und ich stehe wieder verwirrter als vorher da.
auf der gleichen Seite sprichst du auch von Halbtönen - da ist es wieder mein altes Problem, was sollen denn Halbtöne sein? Gut, man spricht von Halbtonschritten, aber deswegen ist doch z.B. ein fis noch nicht Halbton, oder?!? Was ist denn die Definition von Halbtönen?
Verstehe mich nicht falsch; ich finde es klasse, dass du dir die Arbeit machst solche Arbeitsblätter zu erstellen! mein Posting ist als konstrktive Kritik gemeint.
@ gitwork
ups, dass das so extrem wirkt, dass ich Sachen die ich 7x übe niiee mehr üben muß, hatte ich nicht auf meiner internen Festplatte gespeichert! Bist du dir da sicher?
Das ist ein guter Grund sich jeden Tag in der Arsch zu treten wenigsten 10min zu üben! Deine Tipps Tonleitern in unterschiedlichem Tempo und unterschiedlicher Dynamik zu spielen werde ich beherzigen - bin gespannt wies wirkt!
P.S.: Du scheinst einen coolen Maestro gehabt zu haben
gruß sila
|
|
| 03-03-2004, 15:55 |
|
Mjchael
Godfather of Music
       
Beiträge: 2,661
Themen: 116
Registriert seit: Aug 2003
    
|
Zitat:Original von sila:
[1]...es gäbe nur 7 Töne und irgendwann soll man dann begreifen, dass es doch 12 sind....
[2]... 6 Töne [der Gitarre] heißen so, wie der Dur-Akkord, dessen Ringfinger an diesem Platz ist....
[3]... Halbtönen ...
[1] Ich habe doch geschreiben, daß es mehr als 7 Töne (aber nur 7 Buchstaben ) gibt! Hätte eigentlich Klar werden müssen....
[2] Stimmt! Ist verwirrend, wenn man nicht die vorherigen Lektionen und die Fingersatzregeln gelesen hat... Ich habe mich auf meine
Grifftabelle bezogen und nicht extra auf die Übungen C-Dur auf den Bass-Saiten und auf C-Dur auf den Melodieseiten hingewiesen. Warum so und nicht anders greifen wird bei:\" Griffwechsel im Überblick \" klar.
:p Mir ist jetzt klar geworden, dass nicht jeder alles liest! ... werde ich demnächst bearbeiten.
[3] Halbtöne wird oft kurz für Halbtonschritte verwendet. Aber dann sind nur die Halbtonschritte einer bestimmten Tonleiter gemeint. Außerdem geht man davon aus, dass der Buchstabe wechselt. (also nicht C Cis, sondern C Des; obwohl Cis und Des der selbe Ton auf dem Klavir und auf der Gitarre ist.) Also ganz exakt würde man eine kleine Sekunde sagen. Ein Halbtonschritt ist der Tonabstand zwischen einem und dem nächsten Bund bzw. einer Taste auf dem Klavier zu der nächsten. (Also meist von einer weißen zu einer schwarzen Taste bzw. umgekehrt, oder von dem E zum F sowie vom H zum C.)
Übrigens  Danke für die Kritik :x
--
Durchhalteparole aus michaels-gitarrenkurs :
\"Das sollst du nicht können, das sollst du lernen!\"
|
|
| 03-03-2004, 21:51 |
|
Ghostman
Godfather of Music
       
Beiträge: 1,910
Themen: 173
Registriert seit: Feb 2004
|
Also... ich habe ja nun heute das erste mal nach 20 Jahren Unterricht gehabt... ich bin echt enttäuscht.
Der Teacher fragte mich, was möchtest Du... Ich sagte Ihm, ich möchte Gitarre als Zeitvertreib spielen um den Kopf frei zu bekommen von der Arbeit. Ich hocke den ganzen Tag am PC und muss neben Photoshop und Dreamweaver irgendwas Kreatives machen. Dann habe ich ihm noch kurz gesagt, was für Musik ich höre und mag. Er hat daraufhin ein paar Tabs und Noten rausgekramt und meinte ich sollte es für den Anfang mal mit nem einfachen Solo probieren. War irgendwas von Gary Newman, fragt mich nicht was. Hab ich das Ding kurz runtergedudelt... dann meinte er Ohh, dann lass mal was klassisches versuchen. Ich habe versucht ihm zu erklären, daß Klassik bei mir höchstenfalls gut zum Erschrecken ist, aber er meinte, jeder grossartige Gitarrenvirtuose hätte damit angefangen. Ich meinte noch zu ihm, daß ich kein Popstar o.Ä. werden wolle und es mir Scheissegal ist, was Eric Clapton und Co. denn im zarten alter von 11 1/2 gespielt haben. Für mich zählt der Spass an der Sache.
Blieb mir nix anderes übrig, als die Klampfe in den Gigbag zu stecken und auf eigene Faust weiterzumachen.
Schöne Scheisse.
--
Wenn eine Wahrheit sich noch die Stiefel zuschnürt, ist eine Lüge bereits um die Welt !!!
Herr, gib mir die Gelassenheit eines Stuhles. Der muß ja auch mit jedem Arsch klar kommen.
|
|
| 03-03-2004, 22:57 |
|
gitwork
Barree-Künstler
      
Beiträge: 469
Themen: 35
Registriert seit: Feb 2004
|
@ghostman
jeder Gitarrenlehrer sollte froh darüber sein, wenn seine Schüler wissen was sie wollen. - und die meisten sind es auch, denke ich.
So wie sich die Beschreibung Deiner Gitarrenstunde anhört, hast du Deinen Gitarrenlehrer schlicht überfordert. Wahrscheinlich ist er ein Klassiker und unterrichtet Pop & Rockmusik nur im Anfängerbereich. (das ist oft so an Musikschulen)
Als er dann gemerkt hat, dass er dir auf diesem Gebiet nicht mehr viel beibringen kann, hat er dann diese Räuberpistole vonwegen Klassikistdiegrundlagevonallemblablabla ausgepackt. - Das ist völliger Blödsinn!! und zeugt nur von der Unsicherheit dieses Gitarrenlehrers.
Ich würde ihm noch einmal auf den Zahn fühlen, (bezahlt hast Du ja schon oder?) Und darauf bestehen, dass Du die Unterrichtsinhalte bestimmst! (der Kunde ist schliesslich König, oder?) Wenn er sich daraufhin auf den Arsch setzt und Dir gute Infos zu Deinem Thema liefert, fein - wenn nicht - such Dir jemand anderen.
...was für Musik hörst bzw. spielst du denn gerne?
Übrigens: Workshops sind ´ne echte Alternative zum \"normalen\" Gitarrenunterricht. Wenn es Dich interessiert, schau mal hier rein:
http://www.musikurlaub.com/Pages/just_songs.html
grüsse
gitwork
|
|
| 03-03-2004, 23:25 |
|
Ghostman
Godfather of Music
       
Beiträge: 1,910
Themen: 173
Registriert seit: Feb 2004
|
Hy Gitwork,
bezahlt habe ich bisher zum Glück noch nicht und irgendwie habe ich auch nicht mehr so die richtige Lust, den Lehrer näher zu testen. Ich werde weiter Ausschau halten. Bin bislang 3 Wochen am Üben und finde, daß ich schon ganz gut vorankomme. Wenn ich den Mut habe und überzeugt bin, daß alles stimmt stelle ich mal meine eigene Version von \"Komm schon Dicker (Deichkind)\" online. Die Vocals und Samples existieren schon länger aus einem anderen Projekt von mir und momentan baue ich die Riffs mit ein.
Mein Musikgeschmack ist recht Mainstreamlastig. Ich höre Linkin Park, Limp Bizkit, Metallica, Lostprophets, Nirvana, Die Ärzte und habe alle Kiss Alben und ne ganze Menge von AC/DC, CCR usw.
Wobei ich sagen muss, daß ich mir je nach Laune auch gerne Sting, Eric Clapton, und richtig guten alten Rock`n`Roll von Chuck Berry reintue.
Musik ist für mich ein Ventil um den Altagsstress abzubauen und meisten brauche ich die härtere Gangart, wie oben erwähnt Linkin Park. Liegt aber auch vielleicht daran, daß ich bis vor ein paar Jahren selber als DJ tätig war und diese Fusion aus harten Gitarren, modernen Synth`s und Samples einfach Endgeil finde.
Gruss Olli
PS: der Workshop ist übrigens super!!!
--
Wenn eine Wahrheit sich noch die Stiefel zuschnürt, ist eine Lüge bereits um die Welt !!!
Herr, gib mir die Gelassenheit eines Stuhles. Der muß ja auch mit jedem Arsch klar kommen.
|
|
| 03-03-2004, 23:36 |
|
Rockgoere
Quetschklavier-Spieler
 
Beiträge: 86
Themen: 19
Registriert seit: Mar 2004
|
Hey Leuz, ich beginne jetzt auch mit E-Git! Hab mir gedacht ich versuchs dann bald mal mit Scar Tisue von Red Hot, denkt ihr das ist realistisch? Hab keine Ahnung ob des schwer is... Bin schlisslich aller blutigste Anfängerin :look:
Grüssle, eure Rockgöre :hasi:
Mich hat keiner gefragt ob ich leben will, also hat mir auch keiner zu sagen wie ich zu leben habe. Ich bin nicht geboren worden um so zu sein wie andere mich haben wollen. Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.
|
|
| 05-03-2004, 21:56 |
|
gitwork
Barree-Künstler
      
Beiträge: 469
Themen: 35
Registriert seit: Feb 2004
|
@demuelli
hey, dann bist Du ja sehr ambitioniert und arbeitest hart am Thema
Deine Arbeit mit Metronom, kontinuierliche Temposteigerung, Selbstkontrolle ist sehr professionell. Kleiner Tipp hierzu:
Arbeite jeden Tag in drei verschiedenen Tempozonen, die Du je nach Spielempfinden neu definierst.
nach dem Muster:
1.so langsam wie Du es ertragen kannst
2.easy going
3. so schnell dass Du noch sauber spielst
das kann je nach Trainingsstand 40-70-90 oder 60-100-160 sein... es kommt auf Dein Spielgefühl an. Wenn Du immer an der Leistungsgrenze spielst, verkrampfst Du nur.
Dein zweiter Punkt ist auch sehr wichtig! Woher soll Inspiration und Spielfreude Kommen, wenn Du nach der Trainingsphase nicht einfach mal abrockst?
Zum Notenspiel habe ich bestimmt ein paar nette Repertoirtipps für Dich. Was spielst Du für Stücke und Etüden?
keep on rocking
gitwork
|
|
| 05-03-2004, 23:51 |
|
|