ZeuS-
Kammbläser
 
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RE: Bluesnote
Hiho,
seit kurzem habe ich das Pentatonik System verstanden. :-D
Penta bedeutet ja Fünf.
Also ein Fünfton-System: 0-2-4-7-9
Bei der BluesScale kommt ja immer eine Note dazu.
Müsste das nicht dann: 0-2-3-4-7-9 sein?
Oder bin ich jetzt total daneben?
Liebe Grüße
ZeuS
\"Die Erkenntnis der Dinge, ist das Ultima Ratio des Seins.\" M. Klimetzki
\"Ein Mann der weint zeigt der Menschheit ihre Falschheit,
beweist, daß weder Zeit noch Währung ihre Wunden heilt.\"
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18-03-2004, 12:33 |
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Friedl
Saitenquäler

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Registriert seit: Dec 2003
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@ZeuS: ganz daneben liegst Du nicht!
Im Grunde sprecht Ihr beiden von derselben Sache, nur bei ZeuS ist es die Dur-Pentatonik, bei Blooz die Moll-Pentatonik. Da sie aus denselben Noten besteht, nur verschiedene Startpunkte hat, ergeben sich die verschiedenen Intervalle und die Blue-Note einmal bei 3 (Dur-Penta) und einmal bei 6 (moll-Penta).
Am Beispiel von a-Moll/C-Dur:
a...0
c...3...0
d...5...2
d#.6...3 (Blue-Note)
e...7...4
g..10..7
a........9
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If you think technology can solve your problems you don´t understand
technology and you don´t understand your problems. (Bruce Schneier)
The two basic principles of Windows system administration:
* For minor problems, reboot
* For major problems, reinstall
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20-03-2004, 11:17 |
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demuelli
Barree-Künstler
      
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Schau mal hier rein:
http://www.worldjazz.ch/blues.htm
Vielleicht hilft dir das weiter.
mfG
demuelli
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Better to be hated for who you are than to be loved for who you are not
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20-03-2004, 11:22 |
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Guitarguru
Boxenträger

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Stop!
Bevor große Verwirrung entsteht!
Bei der Pentatonik (bis hier alles richtig) wird die 4 und die 7 weggelassen. Es bleiben somit 5 Töne.
Praxissprache: der 4te und der 7te Ton - oder für meine Freaks die Quarte und die Septime - werden weggelassen.
DIE BASIS DES IMPROVISIERENS!
Die Bluesskala wird durch die b5 (verminderte Quinte) ergänzt.
Somit Pentatonik: 1 - 2 - 3 - 5 - 6 - (8)
Bluesskala: 1 - 2 - 3 - b5 - 5 - 6 - (8)
mfg
Erich
keep on rollin´!
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12-04-2004, 20:20 |
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ans-k
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Zitat:Praxissprache: der 4te und der 7te Ton - oder für meine Freaks die Quarte und die Septime - werden weggelassen.
Nicht ganz.
In der Pentatonik fehlen die Halbtonschritte.
Dass wären bei der Dur-Pentatonik in der Tat der 4. und der 7. Ton einer Oktave.
In Moll allerdings der 2. und der 6. Ton!!
A-Moll:
a - c - d - e - g
1 - 3 - 4 - 5 - 7 plus b5
C-Dur:
c - d - e - g - a
1 - 2 - 3 - 5 - 6 plus b5 von a-Moll!!! - also b3 in C!
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12-04-2004, 20:39 |
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ghetto
Moderator
       
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Ich bin da anderer Meinung:
Ob der Blues, den ich gerade spiele, in Dur oder in Moll ist, bleibt sich fürs Improvisieren relativ egal. Ich verwende IMMER eine pentatonische Tonleiter, die aus dem 1., 3., 4., 5. und 7. Ton der normalen Molltonleiter (Äolisch) aufgebaut ist. Als \"Blue note\" kann man noch die übermäßige Quarte hinzufügen, das ist der Halbton, der sich genau zwischen dem 4. und dem 5. Ton der Molltonleiter befindet.
Beispiele:
1) Blues in E-dur, gespielt werden im einfachen Fall die Akkorde E, A und H7:
Die Bluestonleiter besteht aus den Tönen e, g, a, (ais), h und d. Das Ais ist in diesem Fall der \"Blue note\"
2) Blues in E-Moll, gespielt werden im einfachen Fall die Akkorde Em, Am und Hm:
Die Bluestonleiter besteht aus den Tönen e, g, a, (ais), h und d. Das Ais ist in diesem Fall der \"Blue note\". Gleich wie in E-dur also.
3) Blues in C-dur, gespielt werden im einfachen Fall die Akkorde C, F und G7:
Die Bluestonleiter besteht aus den Tönen c, es, f, (fis), g und b. Das Fis ist in diesem Fall der \"Blue note\".
Obwohl die Töne es und b nicht in der normalen C-dur-Tonleiter vorkommen werden sie für den Blues verwendet. Gerade diese kleinen Intervalle (kleine Terz, kleine Septime) sind typisch für den Blues.
Man könnte versuchen, für einen Blues in C-dur die pentatonische Bluestonleiter in A zu verwenden. Alle Töne aus dieser Tonleiter (a c d e g, den \"Blue note\" habe ich der Einfachkeit halber weggelassen) kommen in der C-dur-Tonleiter vor und klingen daher nicht schlecht. Bluesimprovisation ist das aber keine mehr, versuche es einmal und höre dir dein Spiel an.
Daher: pentatonische Bluestonleiter bestehen immer aus
1) Grundton
2) Kleine terz
3) Quarte
3a) Übermäßige Quarte
4) Quinte
5) Septime
Wobei der Grundton immer derselbe ist als die Tonart, in dem ein Blues gerade gespielt wird.
Gruß,
--
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GHETTO
GHETTO
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12-04-2004, 22:06 |
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ans-k
Stehgeiger
  
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Zitat:Ob der Blues, den ich gerade spiele, in Dur oder in Moll ist, bleibt sich fürs Improvisieren relativ egal.
Seh ich genauso.
Zitat: Ich verwende IMMER eine pentatonische Tonleiter, die aus dem 1., 3., 4., 5. und 7. Ton der normalen Molltonleiter (Äolisch) aufgebaut ist.
Das ist die \"Moll-Pentatonik\", siehe oben.
Es gibt aber genauso eine \"Dur-Pentatonik\", die im Prinzip nichts anderes ist als die parallele Moll-Pentatonik.
D.h. die C-Dur-Pentatonik ist nichts anderes als die a-Moll-Pentatonik.
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12-04-2004, 22:20 |
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ans-k
Stehgeiger
  
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Was ich meine:
Du kannst über einen Blues in A-Dur sowohl die A-Moll-, als auch die A-Dur-Pentatonik spielen.
A-Dur-Pentatonik ist dasselbe wie f#-Moll (parallele Moll-Tonart).
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12-04-2004, 22:26 |
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ans-k
Stehgeiger
  
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Registriert seit: Mar 2004
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Zitat:Original von ghetto:
Man könnte versuchen, für einen Blues in C-dur die pentatonische Bluestonleiter in A zu verwenden. Alle Töne aus dieser Tonleiter (a c d e g, den \"Blue note\" habe ich der Einfachkeit halber weggelassen) kommen in der C-dur-Tonleiter vor und klingen daher nicht schlecht. Bluesimprovisation ist das aber keine mehr, versuche es einmal und höre dir dein Spiel an.
Hmm, damit sagst du B.B. King, dass ers nicht drauf hat. ;D
Er spielt häufig die Dur-Pentatonik.
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12-04-2004, 22:43 |
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Ralfi
Godfather of Music
       
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Registriert seit: Nov 2003
 
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Mmmmh .... ich bin ja Neuling in der Musiktheorie und ich meine verstanden zu haben, dass die Blue Note immer die verminderte Quinte [c=#0000FF]b5[/c] ist. Stimmt das wohl? ?(
Und ich habe auch gelesen, dass
[song]Pentatonisch Dur 1 - 2 - 3 - 5 - 6 oder in Halbtonschritten 0 - 2 - 4 - 7 - 9 [/song]
eine Untermenge von Ionisch ist und, dass
[song]Pentatonisch Moll 1 - b3 - 4 - 5 - b7 oder in Halbtonschritten 0 - 3 - 5 - 7 - 10[/song]
eine Untermenge von Äolisch ist.
Demnach müssten die Blues Scales doch wie folgt aussehen. 
[song]Dur 1 - 2 - 3 - [c=#0000FF]b5[/c] - 5 - 6 oder in Halbtonschritten 0 - 2 - 4 - 6 - 7 - 9
Moll 1 - b3 - 4 - [c=#0000FF]b5[/c] - 5 - b7 oder in Halbtonschritten 0 - 3 - 5 - 6 - 7 - 10[/song]
Liege ich da richtig? ?(
--
Ralfi
I look at you all, see the love there that´s sleeping, while my guitar gently weeps
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12-04-2004, 23:20 |
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ans-k
Stehgeiger
  
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Es gibt die Dur-Pentatonik und die Moll-Pentatonik (wie weiter oben von mir beschrieben)
und es gibt die Blues-Tonleiter.
a-Moll-Pentatonik:
a - c - d - e - g oder 1 - m3 - 4 - 5 - m7
A-Dur-Pentatonik:
a - h- c#- e - f# oder 1 - 2 - 3 - 5 - 6
Blues Skala in A:
a - c - d - eb - e - g oder 1 - m3 - 4 - b5 - 5 - m7
Die Blues-Tonleiter enthält also die 5 Töne der Moll-Pentatonik und die verminderte Quint (b5).
(Bei der Blues-Scale kann man also nicht mehr von einer pentatonischen Tonleiter sprechen.)
(m3 = Mollterz, m7 = kleine Sept)
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13-04-2004, 13:13 |
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ans-k
Stehgeiger
  
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Probier einfach mal aus, wie die Scale über nem einfachen Blues klingt.
Es wäre falsch zu sagen: \"Das gibts nichts, das ist kein Blues...\".
Wie ich schon weiter oben geschrieben habe, benutzt B.B. King nicht selten die Dur-Pentatonik- hier werden dann sowohl Moll- (b3) als auch Dur-Terz (3) gespielt.
Außerdem kann man statt der Moll7 der Blues-Scale die übermäßige Sexte (#6) spielen.
Erlaubt ist, was nach Blues klingt
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13-04-2004, 13:54 |
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