VincentVega
Saitenquäler

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RE: Braucht man Tonika, Dominante,...
Ich versuche mich gerade an meinem ersten Lied.
Gerade bin ich nach 20. min. bei der Melodie und den akkorden angekommen.
Ich kann auf ein bisschen Musiktheorie zurueckgreifen, dank ein paar jahre musikunterricht.
Muessen(!) die akkorde so Tonika, Dominante, Subdominante oder whatever sein. Oder ist das relativ egal solange sich das gut anhoert?
Passend zur melodie die mir so im ohr spielte hatte ich:
C F E +einen akkord den ich noch nicht festgelegt habe
rausgesucht.
C und F wuerden glaub ich passen aber bei E glaub ichs eher nicht
Ich habs nicht nachgeprueft und wollte erstmal lieber nachfragen.
MfG Vincent
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31-07-2003, 09:44 |
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startom
Administrator
       
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Ich denke, was du sagen willst ist: Darf ein Song nur aus Akkorden der jeweiligen Tonart bestehen?
Antwort: J...Nein!
Natürlich darfst du ruhig aus der Tonart ausbrechen, aber nur dann,wenns in den Song hineinpasst. In diesem Beispiel spielst Du ein E-Dur anstatt eines Em, wie es eigentlich die Tonart C-Dur vorschreiben würde. Ich weiss nicht, wie jetzt dieser Akkord in der Relation zu der Tonart C-Dur im Fachjargon genannt wird, aber die Beatles bzw. Santana haben dies auch oft gemacht.
Der Effekt der Verwendung von E-Dur in der Tonart C ist, dass eine Spannung erzeugt wird, welches sich wieder (üblicherweise) in der Tonika C oder deren Mollparallele Am auflöst.
Ihr schüttelt den Kopf?
Habt recht!
So, ganzer Theorie-Quatsch mal beiseite....Du darfst ALLE möglichen und unmöglichen Akkorde mit- und untereinander kombilnieren.....vorausgesetzt, es passt in den Song und/oder lässt sich gut anhören.
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Gruss aus der Schweiz
Tom
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31-07-2003, 10:06 |
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VincentVega
Saitenquäler

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Ja so hatte ich mir das auch ungefaehr vorgestellt wies ablaeuft in der Praxis.
Vielen Dank fuer die schnelle antwort!
--
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31-07-2003, 11:16 |
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VincentVega
Saitenquäler

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So jetzt habe ich noch ein weiteres problem:
wie muss ein Riff mit der Melodie die gesungen wird(oder anders rum is ja wurscht) zusammenhaengen.
MfG
Vincent
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01-08-2003, 08:30 |
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VincentVega
Saitenquäler

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Zitat:Original von Die_Happy:
@ghetto
ich bin einfach mal von C-Dur (ohne Wechsel) ausgegangen :p Standard und einfach :-D
@vincentvega
das is jetzt nicht so einfach. Weil diese Melodie hängt zwar mit den Akkorden zusammen, muss aber nicht immer auf den Tönen basieren.
Deswegen erstmal ausprobieren. Ansonsten könnte evtl helfen wenn du Solos analysierst die die Gesangsspur nach spielen
zB
Nirvana - Smells like Teen Spirit
Goldfinger - San Simeon
Phantom Planet - California
wenn du ansonsten noch GuitarPro hättest könnte des helfen, da wird die Gesangspur auch immer als Gitarrentabulator dargestellt
Wenn du dann schaust was für Akkorde verwendet werden und welche Noten daraus wo im Solo vorkommen, könnte das helfen.
bis dann
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One Life
Double Bass
T r i p l e S i x
Ja ich habs mal mit Pushed again von den toten Hosen gemacht:
Die akkorde sind EAGD und die Toene im Riff bestehen nur aus EA und einmal G.
Jetzt einen Riff zu basteln der jetzt nur aus CFEG besteht wuerde ich natuerlich auch hinbekommen...
Mein Problem ist jetzt...wie komme ich auf einen gleichen Ryhtmus bei anschlagtechnik und dem gezupfe?
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16-08-2003, 14:17 |
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usignolo
Klampfer
  
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Registriert seit: Sep 2003
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So weit weg von C ist E gar nicht, denn E ist die Dominante von (harmonischem) Am, das wiederum als dessen parallele Molltonart eng mit C verwandt ist. Em wäre allerdings näher, das ist wahr.
Nur ist das alles eigentlich nicht so wichtig, wichtig ist, daß es gut klingt - oder besser gesagt: so klingt, wie du es haben möchtest.
Mit weit entfernten Tonarten oder argen Dissonanzen sollte man aber sorgfältig und sparsam umgehen.
Theoretisch ist harmonisch alles möglich, ein Profi kann da sehr weit gehen. In vielen Werken von Franz Schubert findet man z.B. zwischen eher braven Harmonien plötzlich völlig unmögliche Schritte, die aber nicht deplaziert wirken, sondern sich so gut einfügen, als dürfte da gar nichts anderes kommen.
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29-09-2003, 23:34 |
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KaoruKenshin
Saitenquäler

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Hi!^^ ich muss jetz auch mal meinen senf dazugeben...
also prinzipiell probiers einfach aus, was halt klingt, klingt, was net änderst du. dabei kann theorie ganz hilfreich sein (insofern nichts neues)
und man kann so ziemlich ALLE akkorde zuordnen, wenn man das will (darf ich mir mindestens jeden montag 2stunden lang antun)
z.b. in der romantik findet man manches stück wo fast nur irgendwelche 7-9-akkorde mit terz im bass und ohne 5 oder grundton vorkommen... (ja, ich erinnere an meine letzte arbeit...-.-)
schwierig is es nur das ganze im generalbass nach allen regeln der kunst umzusetzen... da klingt das manchmal schon merkwürdig...
was ich damit sagen will: schreib drauf los, wenn irgendwen was stört, muss halt der sich die arbeit machen und die bezeichnungen finden!
--
Stell dir vor, es wäre Krieg und keiner ginge hin!
Die Erde ist ein Schauplatz: du kommst, siehst und gehst vorrüber.
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07-10-2003, 12:55 |
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