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Warum Vinyls wirklich oft besser klingen als CDs
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Frank_Drebin Offline
Godfather of Music
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Registriert seit: Nov 2005
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Beitrag #1
RE: Warum Vinyls wirklich oft besser klingen als CDs
Interessanter Link zum Thema Schallplatte vs. CD: Der Klangunterschied liegt oft nicht an den technischen Voraussetzungen des Mediums, sondern die Plattenfirmen setzen anscheinend voraus, dass bei den Hörern unterschiedliche Präferenzen vorliegen.
Zitat: Original von productionadvice.co.uk:

CD and vinyl do sound different, but with identical masters, they should sound very close to each other. Much closer than this.

These are not identical masters – on the CD, the crest factor is about 6 dB less than on the vinyl, and there are some EQ differences too. (And, the vinyl is playing at a slightly higher pitch)

Yup, it’s the loudness war again.

[...]

This means that the quality of the CD version, which is theoretically a far superior format technically, is lower (in my opinion) than the vinyl.

Gruß, Jan

Dance
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03-03-2013 01:28
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Agonizer Offline
Quetschklavier-Spieler
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Registriert seit: Apr 2012
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Beitrag #2
 
Alleine schon die Aussage \"bei gleichem Master sollten Platte und CD gleich fast gleich klingen\" ist meiner Meinung nach quatsch. Im Gegenteil, die CD ist hier - von der Quantisierung / Abtastgeschwindigkeit mal abgesehen - im Vorteil, und zwar weil die der Digitale Datenstrom unverfälscht wiedergegeben werden kann, im Gegensatz zu analogen Tonabnehmern.

Beispiel:

Analoge Tonabnehmer arbeiten überlicherweise mit \"Moving Coil\" (bzw. \"Moving Magnet\")-Technologie, d.h. eine Spule, welche mechanisch mit der Abtastnadel verbunden ist, bewegt sich entsprechend der Schwingung in einem statischen Magnetfeld - hierdurch wird entsprechend der Bewegung eine Spannung in der Spule induziert welche dann zum Vorverstärker geht und hier erstmal auf ein vernüftigen Level gebracht wird.

Soweit erstmal die Theorie!

Praktisch ist die in der Spule induzierte Spannung aber von folgenden Faktoren abhängig:

schnellere Auslenkung (entspricht höherer Frequenz) -> höhere Spannung
größere Auslenlung bei gleicher Frequenz (leise -> laute Passagen) -> höhere Spannung
...und natürlich umgekehrt.

Hier gibt es dafür dann extra konzipierte Phono-Vorverstärker, welche die Vorverstärkung frequenzabhängig ausbalancieren, d.h. tiefe Frequenzen werden mehr verstärkt als hohe Frequenzen um einen halbwegs linearen Frequenzgang zu erreichen.

Bei sogenannten Consumer-Produkten gibt es im Plattenspieler selber aber selten einen entsprechenden Vorverstärker, dieser findet sich dann eher in der Stereoanlage gleich hinter dem MC-Eingang. Diese sind dann auf einen bestimmten Standard eingestellt und berücksichten nicht die Wiedergabecharakteristik des angeschlossenen, sondern eines \"durchschnittlichen\" Tonabnehmers. D.H. schließt man einen anderen Plattenspieler an, so klingt es auch anders weil z.B. dessen Tonabnehmer bei tieferen frequenzen eine höhere Spannung liefert - die Platte hat dann \"mehr Bass\" ;-)

Diese Effekte gibt es beim digitalen Speichern und Abtasten nicht. Hier klingt es eben so, wie es aufgezeichnet wurde und wenn man mehr tiefere Frequenzen haben möchte dann muß man halt mit dem Equalizer ran.

Und nochwas: Aus o.g. Gründen wird dieselbe Platte in unterschiedlichen Plattenspielern auch unterschiedlich klingen. Daher hinkt eigentlich schon der Vergleich zwischen CD und *dem* Plattenspieler.

Eine CD auf unterschiedlichen CD-Playern abgespielt SOLLTE gleich klingen.
Eine Platte auf unterschiedlichen Plattenspielern abgespielt KÖNNTE gleich klingen.

Ich rede jetzt nicht unbedingt von High-End-Anlagen welche mit sauerstoffarmen Kupferkabeln mit Goldarmierung zigtausend Euros kosten. Da klingt die Platte natürlich super ;-)


Alles natürlich ohne Garantie, auch ich habe ein Recht auf Irrtum Drink

TorstN aus Braunschweig
Keiper Ovation / Yamaha F370 BL / Cort AS-M5
03-03-2013 12:42
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Frank_Drebin Offline
Godfather of Music
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Registriert seit: Nov 2005
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Beitrag #3
 
Interessant. Ich habe auch schon zwei drei Schallplatten digitalisiert, um sie vom PC abspielen zu können, und ich habe auch einen Entzerrer-Vorverstärker verwendet. Aber dass der frequenzabhängig den Pegel korrigiert, wusste ich noch nicht. Naja, so bewandert bin ich auf dem Gebiet dann doch nicht.

Aber trotzdem finde ich es überraschend und erschreckend, dass anscheinend von den Plattenfirmen angenommen wird, dass die CD-Hörer grundsätzlich weniger Wert auf Dynamik legen als die Vinyl-Hörer, und dass somit Schallplatten weniger vom loudness war betroffen sind. Ich hatte bisher immer angenommen, dass ein und derselbe Master verwendet wird, und dass die Klangunterschiede im Format an sich liegen.

Interessant wäre auch mal, ob die ganz frühen CDs, wo es den loudness war noch gar nicht gab, tatsächlich viel näher an der Schallplatte waren, was den Artikel ja bestätigen würde. Hat da jemand Erfahrungen?

Gruß, Jan

Dance
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03-03-2013 15:25
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Gruselgitarre Offline
Solist
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Beiträge: 928
Registriert seit: Oct 2006
Beitrag #4
 
Hallo,

ich habe die ersten (sündhaft teuren) CD-Player mit CDs Anfang der 1990er gesehen und gehört. Der Vater meines Freundes hatte einen und wir hatten als junge Studenten einen riesen Spaß die alten Vinylplatten mit den neuen CDs zu vergleichen. Dabei haben die CDs leider durchweg schlechter abgeschnitten. Ich kenne die Theorie dazu nicht und kann nicht sagen, woran das genau lag. Das Klangbild der Platte war viel offener, transparenter und druckvoller. Trotzdem waren wir von den kleinen Silberlingen total fasziniert... man konnte sich zuerst gar nicht vorstellen wie darauf der Klang gebannt wurde... und dann waren sie ja so praktisch klein und konnten nicht zerkratzen. Das fanden wir toll und wollten es auch haben.
Vor ein paar Jahren haben wir zum Spaß mal wieder diesen Test gemacht und er ist genau so ausgefallen. Bei der Platte wirkt es, als hätte man plötzlich Transparenz und Auflösung voll reingedreht. Damit meine ich keinen Equalizer, sondern eine räumliche Tiefe. Außerdem vermissen wir die schönen großen Plattencover mit Texten, Poster, Artworks usw. Ich nenne da nur mal als Beispiel die nackten Frauen von Boney M. Das ist schon ein großer Unterschied, ob ich heute einen A4 Zettel an die Wand hänge oder damals ein Riesenposter. Smile

Ich bin damit aufgewachsen und werde die Platte immer lieben: [Bild: herz.gif]

Grüße von Grusel

http://www.lindnergitarre.de
03-03-2013 18:46
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Jemflower Offline
Moderator
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Beitrag #5
 
Als ich die ersten CDs gehört habe (meinen 1. CD-Player hatte ich 1987, der läuft immer noch), fiel mir nur auf, dass das vertraute Knacksen nicht da war Smile
Einen Klangunterschied habe ich damals nicht bemerkt.
Viele CDs waren ja anfänglich AAD, einfach vom Master eben schnell auf die CD gepresst.
Die Unterschiede werden dann wohl später entstanden, oder deutlicher geworden sein.

Es hat mich aber ehrlich gesagt nie interessiert. Ich höre vorrangig Lieder und achte selten auf Klangbilder. Besonders wenn ich mitsinge und -spiele merke ich nicht mal ob es Mono oder Stereo ist ;-)

Ganz subjektiv finde ich immer, dass Vinyl irgendwie \"fetter\" klingt, vielleicht auch wegen der Nebengeräusche. Die Nebengeräusche lösen die Erinnerung an die Zeit aus, als ich die Platten kaufte und die darauf enthaltene Musik \"entdeckte\".

Mittlerweile habe ich mir einen Thorens gegönnt und höre weiter Platten.

http://www.raggle-taggle-gypsies.de/
http://www.rottenfaenger.de
03-03-2013 18:58
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Oliver-Rocker Offline
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Beitrag #6
 
Ich höre auch immer noch LPs und meine Freunde machen mir ein ziemliches Geburtstagsgeschenk, wenn sie mir Neuveröffentlichungen auf LP schenken. Oft ist da dann auch eine CD dabei, die ich in der Regel auf den Rechner bringe, um die Musik dann auch unterwegs hören zu können. Meine LP Sammlung dürfte so zwischen 3 und 4 Tausend betragen und komplett werde ich sie auch nicht auf den Rechner bringen können.

Der Sound gefällt mir einfach und wie Jem sagt, für mich ist er fetter, rein subjektiv. Nebengeräusche gibt es auf meine LPs allerdings eher selten :-)

Vor ein paar Wochen hatte ich allerdings den Gedanken, meiner Stereoanlage nochmal einen neuen CD Player einzuverleiben, da der alte kaputt gegangen ist. Na mal schauen.

Laura, schreib bitte mal was zu dem Thorens, Preisklasse usw. sehen auf jeden Fall ziemlich gut aus.
03-03-2013 23:44
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Searcher Offline
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Beitrag #7
 
ich hatte hier mal nen Fred über qualitativ hochwertige Aufnahmen ....

leider scheint es so zu sein, das die meisten Tontechniker (oder wer auch immer Msuikaufnahmen abmischen) ihr Geld nicht Wert sind oder die sich mit Ihrem können nicht bei ihren Auftraggebern durchsetzen können.

Ich habe mir im laufe der Zeit einige geliebte Vinylschätzen, als es die denn auf CD gab, nachgekauft. Leider waren die Ergebnisse fast immer enttäuschend. Die Platten wurden nicht nur digitalisiert, sondern anscheinend durch diverse Filter gejagt neu abgemischt, etc.. Das Ergebnis, schlechte Transparenz, Dynamik ... naja, es knackst halt nicht und man muss die Scheibe nicht herum drehen, aber das Musikerlebnis von früher kam nicht rüber.

Neue Cds - Rock, PoP Musik, sind meistens auch schlecht abgemischt, ab und an bekommt man mal eine gute Aufnahme, meistens aus dem Jazz Bereich, seltener aus Rock/Pop.

AL, der mit dem Schaf tanzt [Bild: smiley2918.gif]
04-03-2013 11:21
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andy456 Offline
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Registriert seit: Jun 2002
Beitrag #8
 
Wenn man sich aktuelle Rock und Pop scheiben anhört, sind diese zurzeit fast nur laut geprügelt und an den Konsumenten angepasst --> Kids mit Smartphones und billigen Kopfhörern. Das ist Leider so, der Mastering engineer kann das meistens eigentlich besser, aber wenn der Kunde es extrem laut haben will und es halbwegs gut auch auf billigen Kopfhörern hörbar sein soll dann macht er das. (Er muss ja schließlich auch Geld verdienen, der Kunde ist König)

Es ist Leider ein Gesellschaftsproblem nicht eins, das Tontechniker oder Masteringengineers nicht mehr richtig arbeiten können.

Wenn man sich die aktuelle Pinkplatte anhört besonders auf guten Kopfhörern und nen bischen aufdreht fallen einem nach ein paar Minuten die Ohren ab weil es einfach weh tut.

Zum unterschied Platte oder CD kann ich mir kein Urteil bilden, da zu wenig Erfahrung. Aber es ist klar, das die Vinylplatten ne andee Dynamik haben als moderen CDs.

Gott sei dank wird so langsam alles etwas besser Siehe der Standart im TV Ton ebu r128 an denen sich die ersten anpassen.

Auch die neue scheibe von Xavier Naidoo und Cool Savas hat ein glaube Schweizer gemastert und es klingt gut, druckvoll und hat eine vernünftige Dynamik.

Einfach genial: Wenn man im Wort \"Mama\" 4 Buchstaben ändert, dann hat man auf einmal \"Bier\"
04-03-2013 13:07
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Eifeljanes Offline
Godfather of Music
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Beitrag #9
 
Lese höchst interessiert mit und warte auf Heavy_Maltes Senf zu diesem Thema. Remeber the Rückfahrt from Achenkirchen?

Justin Bieber: "God sent me to sing." Keith Richards: "No, I did not."
04-03-2013 19:47
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Kokomiko Offline
Schlagerfuzzi

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Beitrag #10
 
Hi,

ich glaube nicht, dass man die Frage, ob CD oder LP besser klingen, verallgemeinern kann.

Auch zu LP-Zeiten gab es immer sehr unterschiedliche Qualität - bei manchen Labels wusste man, dass man immer eine gute Qualität bekommt, bei anderen wars genau umgekehrt und bei dem Rest mal so mal so.

Im Zeitalter der CD bin ich immer noch nur halbherzig angekommen, da ist meine Sammlung im Vergleich zur Plattensammlung eher bescheiden. Trotzdem meine ich auch hier, dass es Billigproduktionen und bessere gibt.

Letztlich macht die Fragestellung also eigentlich nur einen Sinn, wenn man fragt, ob eine High-End-LP besser, gleich, schlechter oder schlicht anders klingt als eine High-End-CD, oder? Und zwar natürlich jeweils mit High-End-Hardware.

Und da reden wir dann über Unterschiede, die meine alten Ohren sowieso nicht wahrnehmen können.

Was ich aber wahrnehme und genieße, ist das Feeling beim Herausnehmen einer LP aus dem Cover, das Auflegen der Schallplatte, das Platzieren des Tonarms genau an der Stelle, ab der man hören will, eben das ganze Drumherum. Ist zwar OT, aber _das_ macht für mich den Unterschied zur CD aus. Das wird nur noch getoppt vom Handling mit einem guten Tonbandgerät. Habe leider keins mehr und auch keinen Platz dafür...

Ciao,
Mario
05-03-2013 10:30
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Eifeljanes Offline
Godfather of Music
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Beitrag #11
 
Zum Thema:

http://einestages.spiegel.de/external/Sh...turedEntry


Mein erster Silberling war seinerzeit (1988 ) übrigens die Debüt-CD von Tracy Chapman. Nix also, wofür ich mich heute schämen müsste.

Seit Anfang vergangenen Jahres läuft allerdings auch immer wieder der reaktivierte Plattenspieler meiner seinerzeit zusammengejobbten SONY-Anlage. Die Mega- und Lieblings-Platten sind inzwischen fast alle auf CD nachgekauft worden (weils einfach praktischer ist, unterwegs, auf MC überspielen, Auto usw.) - aber dieses Knistern und dieses Knacken an altbekannten Stellen. Mmmmh... hat inzwischen wieder was!

Justin Bieber: "God sent me to sing." Keith Richards: "No, I did not."
05-03-2013 18:59
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Kokomiko Offline
Schlagerfuzzi

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Beitrag #12
 
Fürs Auto und den MP3-Player digitalisiere ich die LPs und Singles so peu á peu - da habe ich Schmatzen, Knistern und Knacksen dann an den \"richtigen\" gewohnten Stellen dabei. Wenns nicht zu derbe ist, filtere ich diese Störungen nicht heraus :-)

Ciao,
Mario
06-03-2013 10:21
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Roxy Offline
Leadgitarrist
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Beitrag #13
 
Hm, anfangs war der Thread wirklich interessant zu lesen und ich hab mir weitere Details erhofft, denn:

Laut meines Wissens (irgendein Ton-Ing-Kollege und/oder Fachliterar) und meiner Einschätzung ist das so:

Eine CD beinhaltet das Format 44100 Hz (Abtastrate) und 16 Bit (Auflösung). Es ist definitiv so, dass je mehr Dynamik ein Musikstück hat, desto mehr Auflösung wird auf der CD verschenkt - und im schlechtesten Fall versinken die leisesten Stellen im digitalen Rauschen und die lautesten Stellen clippen (100% Klirrfaktor/zerren). Also würde ich es nur logisch finden, wenn deshalb alle Komponenten eines Stücks (Instrumenten usw) erst einmal durch den/mehrere Kompressor/en gejagt werden um dann schließlich im Mastering nochmal durch nen Kompressor zu laufen -> minimale Dynamik und dadurch starke Präsenz.

So.

Wie ist das jetzt aber genau bei einer Vinyl? Sie ist analog, nix mit digitaler Abtastung oder Auflösung. Also wie beim Band mehr Kapazität nach oben und unten hin (laute/leise Stellen). Aber wie genau funktioniert das? Interessiert mich :-) Wenns hier keiner weiß recherchier ich bei Gelegenheit.

Und ICH habe eben auch mitbekommen, dass sich manche Label die zweite Abmischung schenken - also nur die \"totkomprimierte\" CD-Mischung haben - und die dann auf Vinyl pressen. Toll. Dafür brauch ich keine Vinyl. Aber woher weiß ich, welche Mischung jetzt auf der Vinyl ist, die ich zufällig im Laden finde? Hm..

So weit so gut.
Liebe Grüße!
Roxy

Liebe ist das Einzige, was wächst, indem wir es verschwenden.
(Ricarda Huch)
06-03-2013 23:58
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Frank_Drebin Offline
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Beitrag #14
 
Zitat: Original von Roxy:

Laut meines Wissens (irgendein Ton-Ing-Kollege und/oder Fachliterar) und meiner Einschätzung ist das so:

Eine CD beinhaltet das Format 44100 Hz (Abtastrate) und 16 Bit (Auflösung). Es ist definitiv so, dass je mehr Dynamik ein Musikstück hat, desto mehr Auflösung wird auf der CD verschenkt - und im schlechtesten Fall versinken die leisesten Stellen im digitalen Rauschen und die lautesten Stellen clippen (100% Klirrfaktor/zerren). Also würde ich es nur logisch finden, wenn deshalb alle Komponenten eines Stücks (Instrumenten usw) erst einmal durch den/mehrere Kompressor/en gejagt werden um dann schließlich im Mastering nochmal durch nen Kompressor zu laufen -> minimale Dynamik und dadurch starke Präsenz.

So.

Wie ist das jetzt aber genau bei einer Vinyl? Sie ist analog, nix mit digitaler Abtastung oder Auflösung. Also wie beim Band mehr Kapazität nach oben und unten hin (laute/leise Stellen). Aber wie genau funktioniert das? Interessiert mich :-) Wenns hier keiner weiß recherchier ich bei Gelegenheit.

Es gibt Meinungen, die genau das Gegenteil sagen: Nicht nur kommen die technischen Restriktionen bei den heute wie damals üblichen Dynamikumfängen gar nicht zum Tragen, sondern ist sogar in der theoretisch erreicharen Qualität die CD überlegen. Dazu folgendes Zitat aus einem thematisch passenden Thread auf gutefrage.de (normalerweise nichts, woraus ich zitiere, aber scheint mir fachlich fundiert zu sein):
Zitat: Original von jollbasser:
Unfassbar, wieviel Unwahrheiten und Halbwissen hier abgegeben werden (nichts gegen die Kommentarschreiber, aber manche Dinge sind einfach Quatsch!).

Also: Rein technisch gesehen hat die CD glasklar die Nase vorn. Auf der CD liegt das Tonsignal in einer Auflösung 16 bit bei einer Abtastrate von 44,1 kHz vor. Die Auflösung des Tonsignals legt den Dynamikbereich fest: 16 bit bedeutet 2 hoch 16 = 65536 mögliche Werte für das Signal, das ist gleichbedeutend einem Dynamikumfang von 96 dB. [Anmerkung meinerseits: Der Schreiber hat hier das Dithering außer Acht gelassen, das ein Stereo-Grundrauschen erzeugt, das aber weniger ist als bei der LP, siehe unten. Dithering reduces the scientific S/N from 96dB to about 91dB.] Die Abtastrate legt die höchste abbildbare Frequenz fest, die die Hälfte der Abtastfrequenz ist, hier also 22,05 kHz. Nach unten legt die CD keinerlei Grenze fest! Da der Bereich unterhalb der 20 Hz, der von manchen als Untergrenze angesprochen wird, musikalisch aber kaum eine Rolle spielt, wird dieser zumeist schon in der Produktion weggefiltert, wenn denn überhaupt ein Instrument so tief kommt. Beispiel: Der tiefste Ton eines E-Bass in Standardstimmung schwingt mit rund 40 Hz, also eine ganze Oktave höher!

Zurück zum Ton: Wenn dein CD-Spieler die CD ausliest, wandelt er das auf ihr gespeicherte digitale Signal mit einem Digital-Analog-Konverter in ein analoges um, genauer gesagt, in einen elektrischen Strom, der durch deinen Verstärker verstärkt und in deinen Boxen zu Schall umgewandelt wird. Genau soche Digital-Analog-Konverter (meist in billigerer Ausführung) sind in jedem Gerät, dass von digitaler Seite aus Töne ausgeben soll, eingebaut: MP3-Player, Handys, Computer, Blu-Ray-Player... Die \"Treppenfolge\" auf der digitalen Quelle (wie der CD) wird dabei wieder in eine Kurve umgewandelt. Die \"Treppe\" unverändert wiederzugeben, schafft die Technik gar nicht. Das Ergebnis ist dann ein analoges Signal, dass eine im Rahmen oben genannter Einschränkungen bezüglich Frequenzgang und Dynamik fast exakte Reproduktion des zuvor auf der CD eingespeicherten Signals ist. Das ist HiFi!

Kommen wir zu der LP: Ja, die LP ist komplett analog! Keine Abtastrate oder Quantisierung wie bei der CD, hier irgendeinen Wert anzugeben ist Quatsch, weil die LP nicht digital ist. Die Physik legt bei ihr die Grenzen der Tonqualität fest.

Die Funktionsweise: Das Tonsignal ist in das Vinyl eingeschnitten, und die an die Tonabnehmer gekoppelte Nadel folgt dieser Rille. Die Bewegungen der Nadel werden durch die Tonabnehmer in elektrische Ströme umgewandelt, die dann verstärkt und zu Schall umgewandelt werden können. Jetzt kommt die Physik ins Spiel: Zuerstmal ist auch das vermeintlich glatte Vinyl rauh, das sieht man vielleicht nicht, aber die Nadel nimmt jede noch so kleine Unebenheit mit. Diese Sprünge, die nicht teil der Musik sind, hört man dann als Rauschen, Knistern, Rumpeln. Das schränkt die effektiv nutzbare Dynamik auf etwas weniger als 50 dB ein - sogar eine Kassette ist besser! Außerdem ist die Nadel auch träge, d.h. sie kann nicht beliebig schnell den Wellen in der Rille folgen, was die Hochtonwiedergabe beschränkt, auf etwa 12 kHz. Tiefe Frequenzen müssten größere Auslenkungen der Rille zufolge haben, aber der Platz auf der Platte ist eingeschränkt - also hat man sich was einfallen lassen und \"entzerrt\" das Signal, bevor man es in den Plattenmaster schneidet: Je tiefer ein Ton, desto leiser wird er gemacht, sodass die Auslenkung der Rille in einem gewissen Rahmen bleibt, Frequenzen unter 40 Hz sind meist aber zu viel des Guten. Deswegen benötigt man auch einen Vorverstärker oder Phonoeingang. Dort wird das von der Nadel abgenommene Signal wieder \"entzerrt\", bloß andersherum: Je tiefer ein Ton, desto lauter wird er gemacht, sodass es nach Musik klingt.

Bei Vinyl kommen noch andere tonbeeinträchtigende Effekte zum Tragen: Die Nadel nutzt das Vinyl ab, die Nadel selbst nutzt sich ab, je weniger Platz und damit Tiefe und Breite die Rille hat, desto weniger Dynamik und Bass ist möglich, der Plattenteller kann eiern oder wackeln, je näher die Nadel der Mitte des Vinyls kommt, desto eingeschränkter die Hochtonwiedergabe, und und und... So tolle Dinge wie 45-rpm-12\"-Maxis usw. pushen zwar die Grenzen, sind aber immer noch meilenweit von den Werten und der reinen Tonwiedergabequalität einer CD entfernt!

Also: Die Tonwiedergabequalität der CD ist besser als die einer LP! Das ist Fakt

Da könnte man jetzt schlussfolgern: Also klingt die CD besser als die LP. Vinyl kann trotzdem den Ohren mehr schmeicheln, z.B. wegen des \"warmen\", weil höhenärmeren Klangbildes. Außerdem hat die mittlerweile völlig überzogene Dynamikkompression auf CD infolge des \"Loudness Wars\" (unbedingt mal googlen!) den wahnwitzigen Zustand hervorgerufen, das die Vinylausgabe eines aktuellen Albums aufgrund der physikalischen Beschränktheit der LP mehr Dynamik haben kann als die CD-Version. CDs mit unverändertem Material aus den 80ern und frühen 90ern (also keine Remaster) haben meist \"lebendigeren\" Klang als welche von heute. Was besser ist, hängt im Endeffekt von dir und deinen Ohren ab:

Was für dich besser \"klingt\", musst du entscheiden!
Ich kann das nicht belegen, aber es klingt logisch. Ist nun wirklich die Plattenindustrie schuld, die das prinzipiell technisch überlegene Medium \"CD\" mit stärker komprimierten Mastertracks zumüllt?

Gruß, Jan

Dance
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07-03-2013 01:19
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hansoloxxl Offline
Frontmann
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Beiträge: 588
Registriert seit: Jan 2009
Beitrag #15
 
danke.
so ähnlich wollte ich´s auch schon mal schreiben.
an der SAE ging es damals beim thema dynamik genau darum. der dozent erzählte die geschichte von der einführung der cd, bei der herbert v. karajan maßgeblich beteiligt war, eben weil sie mit den 96 db dynamic range der LP meilenweit überlegen ist. gerade in der klassik macht das sinn. es gab dann auch eine beethoven-aufnahme von karajan, die tatsächlich an die 96 db rankam.
das problem mit soviel dynamik ist dann nur, dass man auch eine entsprechende (stille) umgebung braucht, in der man diese dynamik auch hört. schon kleinste nebengeräusche und die dynamik ist im arsch. im auto hören? unmöglich.

es gibt audiophile labels, die vor allem klassik und jazz anbieten und genau das machen: möglichst viel dynamik auf der produktion. leute, die sowas kaufen, sind sich aber auch darüber im klaren, dass so etwas nur auf einer spitzenanlage in einem akustisch optimalen raum sinn macht.
der normale consumer kann mit soviel dynamik schlicht nix anfangen. wo wird musik gehört? im wohnzimmer eiche rustikal, auf dem ipdod/ handy und natürlich im auto! und so ein master soll natürlich möglichst universal überall funtionieren.

zum thema loudness war: das menschliche (durchschnitts)-gehör empfindet \"lauter\" in 9 von 10 fällen als \"besser\". dazu gibt es empirische studien, die beweisen, dass die mehrzahl der testpersonen einen identisches master, bei dem das eine nur etwas lauter war, als \"besser\" klingend empfand. desweiteren wird der bessere mix, der aber leiser ist, schlechter abschneiden als der lautere. traurig, aber wahr. der durchschnittsmensch scheint nun mal quasi taub durchs leben zu rennen. (ein gedanke, der mir bei manchen akkordsuchen und´raushörsachen hier im board auch ab und zu kommt... I) )

eine LP klingt für viele \"besser\", eben weil sie, wie oben beschrieben, höhenarmer ist, und weil die verzerrung, ähnlich wie beim röhrenamp \"harmonisch\" ist. dass führt automatisch wieder zu kompression. merke: ein verzerrer macht nichts anderes als ein kompressor, nur sehr viel extremer... Wink

http://eikejung.wordpress.com
http://www.facebook.com/eikejunggitarre
http://www.youtube.com/c/eikejung-guitar
https://soundcloud.com/eikejung
http://www.reverbnation.com/eikejung
07-03-2013 02:05
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