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Akkorde nach Noten bestimmen
Verfasser Nachricht
Rasis Offline
Boxenträger
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Beiträge: 25
Registriert seit: May 2009
Beitrag #1
RE: Akkorde nach Noten bestimmen
Hallo, ich hab mal eine Frage:
in einem anderen Forum für ErzieherInnen habe ich mal nach Akkorden für ein Lied gesucht, dessen Noten ich hatte.
Ein Forumsmitlied hat mir dann folgenden Tipp gegeben:
Zitat:wenn du die noten hast, dann schau mal
auf die letzte note im lied- das ist dann gleich der erste akkord- dann noch
die 4. und die 5. stufe dazu- dann hast du alle akkorde.

z. b. der letzte ton ist ein c dann hast du C-F-G
Ich bin mir jetzt aber nicht sicher, ob ich das wirklich verstehe, deshalb dachte ich mir, ich frag hier nochmal nach.
Also, der letzte Ton ist ein C, wenn ich dann in Ganztonschritten die Tonleiter nach oben zähle, dann komme ich zu F und G.
Stimmt mein Gedankengang oder liege ich völlig falsch?
30-05-2010 13:25
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ghetto Offline
Moderator
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Beiträge: 6,497
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Beitrag #2
 
Für fast alle Kinderlieder (und für viele andere Lieder ebenfalls) gilt diese Regel.

Endet das Lied mit dem Ton C, dann steht das Lied in der Tonart C. Der dazugehörige Akkord ist der C-Akkord, mit dem fängt das Lied fast immer am Ende kommt sowieso der Akkord.

Die anderen Akkorde, die im Lied vorkommen können, sind die 4. und die 5. Stufe. C (1) D (2) E (3) F (4) G (5) A (6) H (7) C (8=1). Wenn das Stück in C steht, dann kommen also der C-Akkord, der F-Akkord und der G-Akkord in Frage. Wenn du die Melodie langsam singst und dazu probierst, welcher Akkord wo dazugehört, dann hast du die richtige Begleitung rasch gefunden.

In anderen Tonarten funktionierts genauso:

G (1) A (2) H (3) C (4) D (5) E (6) Fis (7) G (8=1)
--> in G können die Akkorde G, C und D vorkommen.

D (1) E (2) Fis (3) G (4) A (5) H (6) Cis (7) D (8=1)
--> in D können die Akkorde D, G und A vorkommen.

F (1) G (2) A (3) B (4) C (5) D (6) E (7) F (8=1)
--> in F können die Akkorde F, B und C vorkommen.

Wen ich deinen Beitrag richtig gelesen habe, dann hast du es eh so verstanden.

Gruß,

[Bild: ghetto.png]
30-05-2010 14:14
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Oslo Offline
Moderator
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Beiträge: 3,098
Registriert seit: Nov 2002
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Beitrag #3
 
Bleibt noch die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, ein Lied mit Akkorden nach Gutdünken auszuschmücken. Vielleicht hat ja auch von uns jemand die passenden Akkorde vorliegen!?
30-05-2010 14:45
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ghetto Offline
Moderator
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Beiträge: 6,497
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Beitrag #4
 
@Oslo,

Gutdünken? Wenn du das gewissenhaft betreibst und deinen Ohren eine Chance gibst, dann findest du auf diese Weise in den allermeisten Fällen die richtigen Akkorde heraus. Ich machs in gemütlichen Runden bzw. bei Chorausflügen, wenn alte Volkslieder gesungen werden, immer so. Gitarre in die Hand, Tonart suchen und mit Tonika, Subdominante und Dominante nach den richtigen Akkorden suchen. Das funktioniert. Bei Kinderliedern, Schlagern und sogar bei vielen Titeln aus populären Genren (boah, das klingt ja als wäre ich 70+) funktioniert das genauso

Gruß,

[Bild: ghetto.png]
30-05-2010 14:54
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Oslo Offline
Moderator
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Beiträge: 3,098
Registriert seit: Nov 2002
FT 2010 in Wolfshausen FT 2015 in der Ahrhütte
Beitrag #5
 
Moin ghetto.

Gegen die Vorgehensweise hab ich nichts. Mit den o. g. Angaben ist es aber sehr wahrscheinlich, dass bei komplizierten Stücken - in einer Gruppe Menschen, die sich das zu Herzen nehmen - zwangsläufig völlig verschiedene Ergebnisse herauskommen. Der eine setzt das C da hin, der zweite da etc. Da ist man ja nicht mehr an irgendwelche Vorgaben gebunden (du sagst es selbst: jeder so, wie es ihm \"seine Ohren\" sagen...). Für den \"Eigengebrauch\" ist’s natürlich trotzdem ok!

Meine erste Idee in diesem Fall wäre eben gewesen, weiter nach den (Achtung: ) \"Original-Akkorden\" zu suchen. Wink
30-05-2010 15:09
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metalhead1995 Offline
Kammbläser
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Beiträge: 75
Registriert seit: Sep 2009
Beitrag #6
 
Naja, ich finde deise Vorgehensweise etwas \"daneben\"...

Denn woher weiß man dass in einem Lied auf C-dur endend, nur 3 Akkorde enthalten sind,
und diese ausgerechnet C, F und G sind? (C ists ja noch logisch weils der Grundton ist, aber de Rest?).
Klar, die meisten einfachen Lieder sind aus Tonika, Dominante und Subdominante auf gebaut,
aber mit dieser Methode kann man eben nur die einfachen Lieder und nur die, die in Dur stehen begleiten.
Und wie Oslo schon gesagt hat gibts keine Vorgaben wo genau man die Akkorde hinsetzen soll/muss...

http://www.youtube.com/user/Palmenherrsc...ature=mhum
30-05-2010 17:50
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Rasis Offline
Boxenträger
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Beiträge: 25
Registriert seit: May 2009
Beitrag #7
 
Also, das Lied war \"Der Herbst ist da\".
Hier der Link zu einem Video auf youtube:
http://www.youtube.com/watch?v=kTklMxSuv...re=related
30-05-2010 18:01
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ghetto Offline
Moderator
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Beiträge: 6,497
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Beitrag #8
 
Und genau bei dem Lied funktionierts schon, allerdings intoniert die Kleine die Melodie nicht so gut, dass man sie sofort begleiten könnte. Wenn du aber die Noten hast und bereit bist, deine Gehör ein Wenig zu beanspruchen, dann schaffstdu es. Bei dem Lied reichen wahrscheinlich sogar die 1. und die 5 Stufe.

@Oslo und @Metalhead - Klar habt ihr recht und es gibt jede Menge Beispiele, bei denen es so nicht funktioniert. Einfache Kinderlieder (wie das, was Rasis nun verlinkt hat) funktionieren jedoch schon so. Da gibts noch kein Moll und 3 Akkorde sind wirklich das Höchste der Gefühle. Und ja, wenn ihr wirklich wollt, dann findet ihr irgendwo eine Ausnahme. Darum gehts hier und jetzt aber nicht Wink

Gruß,

[Bild: ghetto.png]
30-05-2010 18:57
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Gruselgitarre Offline
Solist
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Beiträge: 928
Registriert seit: Oct 2006
Beitrag #9
 
Zitat:
Also, der letzte Ton ist ein C, wenn ich dann in Ganztonschritten die Tonleiter nach oben zähle, dann komme ich zu F und G.

Hallo Rasis,
nein, das sind keine Ganztonschritte - was du vielleicht meinst, sind Stammtonschritte.
Man muss dabei beachten, dass man innerhalb der Tonart bleibt. Aber ich weiß nicht, ob du das verstehst, denn die Theorie dazu ist ziemlich umfangreich und geht über das Abzählen von Tönen weit hinaus.

Der Tipp mit 4. und 5. Ton ist ohne Frage richtig und bei vielen Liedern anwendbar. Du siehst ja hier, dass man sich darüber trotzdem streiten kann ^^


Grüße von Grusel
30-05-2010 21:14
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Rasis Offline
Boxenträger
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Beiträge: 25
Registriert seit: May 2009
Beitrag #10
 
Ok, also im Prinzip lag ich ja mit meiner Vermutung schon richtig.
Ich werde mir das aber mal noch en bisschen genauer zu Genüte führen.
Danke für eure Hilfe!
31-05-2010 00:28
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Mjchael Offline
Moderator
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Beiträge: 2,662
Registriert seit: Aug 2003
FT 2004 in Braunschweig FT 2005 in Seitenstetten - AT FT 2009 in Wolfshausen FT 2010 in Wolfshausen FT 2012 auf Burg Waldeck FT 2017 in Kastellaun
Beitrag #11
 
Ich finde zuerst heraus, in welcher Tonart das ganze Stück steht, und ermittle dann über den Quintenzirkel die am ehesten zu erwartenden Akkorde.

der Quintenzirkel

Gleichzeitig ermittle ich über den selben Quintenzirkel die zu erwatenden Töne.

Beispiel D-Dur
Merkzatz: Geh Du Alter Esel hohle Frische Citronen

Töne im Quintenzirkel
G D A E H F# C#

Sortiert nach der G-Dur-Tonleiter (2x zum abzählen)
D E F# G A H C# D E F# G A H C# D

Akkorde
G D A(7) Em Hm F#m (F7) C#m7/b5

Akkorde untereinander mit Akkordtönen (in der G-Dur-Tonleiter immer einer über den anderen.
G = G H D
D = D F# A
A(7) = A C# E (G)
Em = E G H
Hm = H D F#
F#m = F# A C#

Ich geh einfach mal davon aus, das der C#m7/b5 nicht gebraucht wird.

Tja jetzt schaue ich mir die Noten an. Und zwar alle Noten in einem Takt.

Wenn alle Noten eines Taktes zu einem Akkord passen, dann nehme ich auch diesen Akkord.

Wenn nicht alle Noten zu einem Akkord passen, dann konzentriere ich mich erst mal auf die Noten, die auf dem Taktschwerpunkten sind.

Die Taktschwerpunkte sind üblicherweise auf der 1 oder auf der 3.

Gegebenenfalls bei syncopierten Stücken auch mal die Achtel-Note vor der 3.

Die Noten zwischen den Taktschwerpunkten betrachte ich als Durchganstöne, die zwar nicht zum Akkord passen, aber diesen auch nicht wechseln lassen.

Mitunter rechne ich mit einem Griffwechsel innerhalb des Taktes. Da geben mir aber die Noten schon hinweise genug.

Habe ich nur 2 Töne zur Auswahl, dann rechne ich erstmal mit 2 verschiedenen Akkorden. Ich wähle dann den, der mir am besten gefällt.

Bei einem Ton überprüfe ich 3 Akkorde.

Sollte der Akkord irgendwie nicht passen, obwohl die Akkordtöne stimmen, dann füge ich noch eine Terz drunter, und mache aus dem Ton einen 7er Akkord.
Beispiel:
Die Töne sind G H D und passen eigentlich zum G-Dur-Akkord.
Füge ich noch ein E hinzu, dann wird daraus ein Em7, der gegebenenfalls besser zum Stück passt. (II-V-I-Verbindung)

Natürlich achte ich auf Standard-Akkordkombinationen und Klischees, die mir die Auswahl erleichtern.

Dabei kann es sein, dass ich noch einige Akkorde dazwischen einbaue, die man nicht unbedingt braucht, die sich aber ganz gut anhören. (Zwischendominanten, Quintenketten, Sus-Akkorde etc.) Aber das ist auch nichts anderes, als Standard-Akkordkombinationen anzuwenden.

So in etwa gehe ich vor.

Ich hoffe, dass war halbwegs verständlich.

Gruß Mjchael

Mein Gitarrenkurs bei den Wikibooks und die besten Lern-Threads
02-06-2010 22:12
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