Blooz
Godfather of Music
       
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23-03-2004, 19:19 |
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ghetto
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Hi!
Wegen der beiden tieferen Töne (d und fis) handelt es sich beim von levthan gesuchten Akkord auf jeden Fall um irgendeinen D-Akkord. Die leere e-Saite wäre die 9, die leere g-saite die 11. Daher gefällt mir D11 am Besten.
Akkorde sind immer aus aufeinanderfolgenden Terzen aufgebaut (D-dur aus d - fis - a, für D7 kommt ein c dazu, bei D9 haben wir d-fis-a-c-e und wenn ein Akkord D11 heisst gehört zu dieser Sammlung von Akkordbestandteilen auch noch das g). Einige dieser Terze können auch weggelassen werden, als erstes die Quinte (oder zweite Terz, beim D-Akkord ist das das a), deren Funktion nicht so wichtig ist als die der anderen Töne. Im von Levthan gesuchten D11-Akkord kommt außerdem kein c vor, es fehlt also auch die Sept. Prime, Terz, None und Undezime sind jedoch enthalten, also ist der Name D11 die am besten geeignete Bezeichnung. Em9 ist auch nicht falsch, wenn aber Grundton und Quinte fehlen ist die Bezeichnug Em9 nicht die erste Wahl, da müsste die \"Funktion\" im Lied schon eindeutig sein. Dadd4add2 ist natürlich auch nicht falsch (meine None heisst hier add2, meine Undezime heisst hier add4, diese Schreibweise ist eher im amerikanischen Raum üblich)..
Mein Tipp: Lasst doch die Finger weg von solchen Akkorden, immer geradeaus ist doch viel einfacher?  ...wenn da nicht der ganz besondere Klang dieser Jazz- oder offenen Akkorde wäre.
Gruß,
--
And then one night in desperation, a young man breaks away.
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GHETTO
GHETTO
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24-03-2004, 00:31 |
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Mjchael
Godfather of Music
       
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Ergänzung zu Ghetto:
Eine Quinte ist zur Not entberlich, ohne dass ein Akkord verstümmelt wird.
In meinen Keybord-Übungen kenne ich einige Übungen, da wird die Quinte einfach weggelassen, und es wirkt sich nicht störend aus. (Eine Akkordfolge war: Dm7 ohne Quinte, G7 ohne Quinte und Cj7 ohne Quinte) Es wird zwar erklärt, dass zu einem 13er Akkord die 7, 9 und 11 dazugehört, es dem Speiler aber freigestellt ist, ob er sie verwendet oder nicht. Man muß allso immer mit allem rechnen.  )
Die übrigen Töne deffinieren den Akkord ausreichend. Das Fehlen der Quinte fällt kaum auf. Manchmal wird sogar auf die 7 bei einem 7/9/11 Akkord verzichtet.
Daher könnte man den Akkord auch D9/11 oder D11 nennen, wobei man stillscheigend in Kauf nimmt, dass die Quinte und die Septime unterschlagen wird. Bei der Gitarre nimmt man es übrigens mit den Oktaven nicht immer sehr genau, da es Grifftechnisch oft nicht anders möglich ist Klavierakkorde umzusetzen. Also eine D2 wird auch D9 genannt und ein D4 heißt anderswo D11. Selbst die Silbe \"sus\" und \"add\" tauchen ehrer zufällig als gehielt auf.
Aufm Klavir würde man die entsprechenden Akkord wohl mit anderen Tönen spielen.
Die Schreibweise D11 würde ich aber nur verwenden, wenn ich eine kurze Schreibweise wünsche und wenn ich genau weiß, was damit gemeint ist. Ich käme wohl besser mit der Bezeichnung D2/4 zurecht.
Für jeden anderen würde ich die \"*\"-Methode vorhiehen! :p
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Durchhalteparole aus michaels-gitarrenkurs :
\"Das sollst du nicht können, das sollst du lernen!\"
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24-03-2004, 02:49 |
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