cyma2006
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hi startom,
ich bin zwar kein überholspur-gitarrist,
aber ich kann dir die frage auch beantworten:
anders als bühnenmonitore wird hier nicht das gewicht auf lautstärke gelegt sondern auf qualität, damit du deine aufnahmen möglichst gut mixen kannst. dementsprechend sind sie auch magnetisch abgeschirmt, damit keine bildschirme o.ä. gestört werden.
zb: http://www.thomann.de/tannoy_reveal_prodinfo.html
ups, zu schnell ge-entert:
es gibt hier aktive und passive sets, der obere link zeigt ein passives (endstufe erforderlich) das hier: http://www.thomann.de/genelec_1029a_prodinfo.html
ist ein aktiver (direkt an soundkarte /pult anschließbar)
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EDV-Systeme verarbeiten, womit sie gefüttert werden.
Kommt Mist rein, kommt Mist raus.
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| 29-10-2005, 20:43 |
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MrPetriani
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Das wichtigste an Studiomonitoren ist, daß sie möglichst linear klingen, d.h. sie sollten keinen Frequenzbereich über- bzw. unterbetonen. Hifiboxen haben normalerweise in der Billigliga eine Bassüberbetonung und die teureren Teile sind auf warmen Sound ausgelegt, d.h. sie betonen die Mitten ein bisschen. Ein Studiomonitor sollte im Idealfall überhaupt keinen Eigensound haben. Somit kannst du deinen Mix praktisch Klangneutral gut einstellen und er sollte danach überall gut klingen.
Jetzt aber nochmal zum Thema Gitarrenrecording. Ich denke mal, dein Problem fängt schon mit dem reinen Aufnahmesound an. Versuch mal einzugrenzen, wie viel Einfluß der Aufnahmeraum auf deinen Sound nimmt, den blendest du nämlich durch ne Abnahme vor dem Speaker völlig aus. Also gilt es, einen Sound für´s Recording zu machen, in nem neutralen Raum schon gut klingt. Wenn das i.O. ist, solltest du am Grundcharakter deines Sounds arbeiten. Wichtig ist hier vor allem, die Bässe unter Kontrolle zu bekommen, sonst wummert´s nur und der typische Druck fehlt eben immer noch, der liegt nämlich typischerweise so bei ca. 300 - 400 Hz, was ja schon im Mittenbereich liegt. Das sollte aber schon am Amp gemacht werden, denn das Wummern kriegst du nach der Aufnahme nicht mehr weg. Versuche deinen Sound so trocken wie möglich aufzunehmen, also keine Effekte drauf, allerdings solltest du den EQ deines GT-6 durchaus nutzen, der ist nämlich nicht mal schlecht (nicht der AmpEQ, sondern der der rechts aktiviert werden muß).
Der nächste wichtige Punkt ist die Mikroposition vorm Speaker. Hier mußt du einen Punkt finden, der dir zusagt. Du hast ja ein SM57, dieses Mic ist ohnehin sehr gutmütig, da würde ich dir empfehlen, das Mic in nem Abstand von ca. 20 cm vor die Membran zu stellen und relativ gerade auf den Rand der Kalotte zu zielen (das ist diese kleine Wölbung im Zentrum des Speakers). Wenn´s dir da zu höhenlastig klingt, geh einfach noch n bisschen nach außen. Die 20 cm empfehle ich, um noch ein kleines bisschen Raum mit Aufzunehmen, dann klingts eher nach dem Sound den du vor dem Amp hörst. Solltest du 2 Mics haben, kannst du ruhig mit dem SM57 näher ran und ein 2tes Mic nen Meter vor die Box stellen und dir daraus nen Mixsound machen (allerdings muß man da schon wieder mehr probieren, da sich durch die Unterschiedlichen Abstände schnell Phasenauslöschungen ergeben). Der wahrscheinlich wichtigste Punkt ist: Wenn du das GT-6 über nen Speaker verwendest, solltest du keine Speakersimulation verwenden oder zumindest etwas Direktsignal dazumischen.
So, jetzt hast du also deinen Sound im Rechner. Wichtig ist jetzt, daß du den EQ nicht mehr zur Soundformung brauchst, sondern lediglich zum Entzerren, sprich störende Frequenzen Filtern. Ich nur empfehlen, nen parametrischen EQ schmalbandig einzustellen und dann das komplette Spektrum mit ner Anhebung von 12dB abzutasten. Wenn du da so hoch und runter fährst, entdeckst du mit Sicherheit einige Bänder, die deinen Sound kaputt machen. Diese Frequenzbereiche kannst du anschließend schmalbandig absenken, bis dein Sound paßt. Wenn´s um Rhythmussounds geht, solltest du die ganze Prozedur nochmal wiederholen und den Track doppeln. Am besten spielst du 2 mal ein und legst beide Tracks extrem links und rechts. Sollte es ein Leadsound sein, klingt doppeln oft komisch, aber hier hilft eine Anhebung um die 600 Hz, um das ganze wärmer klingen zu lassen. Absolut wichtig ist, daß du jeder Gitarrenspur nen sehr steilflankigen Lowcut bei 100 Hz verpaßt, denn Soundmäßig passiert hier unten nichts mehr, was sich da noch tummelt gehört nicht hin, also: Weg damit !
Mit Effekten solltest du bei Rhytmusgitarren eher sparsam sein, Hall macht hier nur alles kaputt, genau wie Delay. Allerdings kann man schon n bisschen an der Dynamik arbeiten, wobei ich nicht mal unbedingt komprimieren würde, ein Limiter erfüllt seinen Zweck hier auch sehr gut. Wichtig ist hier, daß du nahe an die 0dB rankommst, ohne zu clippen. Einen Leadsound kann man sehr schön anfetten, wenn man ihm ein schönes Delay spendiert. Ich würde hier auch wieder ohne Hall arbeiten, da mir das Klangbild dann zu schwammig wird. Ein getimetes delay auf die Viertel oder die Halben ist hier sehr geil, wenns nicht zu laut ist. Nen Leadsound kann man auch noch um 1-2Cent nach oben verstimmen, um ihm mehr Durchsetzungskraft zu geben, das muß aber unter Umständen garnicht sein.
Der nächste Schritt ist das mischen. Hier ist es vor allem wichtig, erstmal jedem Instrument seine Hauptfrequenz und seine Panoramaposition zuzuweisen, um Transparenz und Luft in den Mix zu bekommen. Die Bassdrum fühlt sich so bei 100 Hz sehr wohl, man kann sie auch gleich bei 160 Hz schon wieder schmalbandig ziehen, um Platz für den Bass zu schaffen. Rhytmusgitarren würd ich so bei 400 Hz anheben, die Snare je nach Druckpunkt (kannst du jha mit dem parametrischen EQ raushören) usw. Dann noch für alles ne festgelegte Position im Panorama und schon sollte es halbwegs OK klingen. Wenn Gesang im Spiel ist, kannst du den ja auch noch komprimieren und fertig.
Wenn du jetzt das Summensignal noch knapp unter die 0dB masterst und hier und da noch mit dem EQ n bisschen rummachst, sollte auch in der SChweiz ein geiler Mix ohne weiteres möglich sein.
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Macht`s gut und danke für den Fisch (Douglas Adams)
...sieht Scheisse aus, klingt aber geil... (FT2007)
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| 30-10-2005, 12:46 |
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mini_michi
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Also rechnerleistung sollte auf alle fälle genug da sein.
Wenn du nur ein wenig Audiospuren aufnehmen willst, reichen locker 1 Ghz.
Willste aber nochn paar VSTis, ein paar Echtzeiteffekte etc. am laufen haben, sollteste schon an die 3 Ghz haben.
Evtl. auch neuere AMDs oder Intels mit 64 Bit-Technologie.
Cubase SX 3 unterstützt z.B. schon 64Bit
Ram sollteste mindestens 512Mb haben
Besser wäre eigtl. mehr. 1024 wäre empfehlenswerter.
Soundkarte bleibt dir überlassen.
Schau dir mal die Phase 22 oder die M-Audio Delt 2496 an.
Gute Karten mit guter Qualität und mehr als ausreichend für ein Homerecordingstudio.
Denk natürlich an genügend Festplattenspreicherplatz. Ausreichend schnell werden alle moderneren HDDs sein.
Und ansonsten schau zu, das du evtl. deinen Rechner später noch mit bisschen Silent-Hardware ausrüstest bzw. gleich daran denkst.
Hab bei mir in meinen Hauptrechner (der immernoch ne defekte CPU hat) z.B. ein komplett passiv-gekühltes Netzteil rein. Graka ist mit einem Passiven Kühlkörper gekühlt (Zalman Heatpipe-System, zweiseitig)
Habe noch 2 Gehäuselüfter mit dirn. Drehzahl über ein Poti Regelbar. Der CPU Lüfter auf dem AeroCool Kühlkörper (auch mit Heatpipesystem) (Lüfter ist ein 92mm Papst) ist auch Drehzahlgeregelt.
Das einzige, was man noch hört, ist die Festplatte. Die gibt zwar nicht wie die alten ein leises Kratzen bei Lese- oder schreibvorgängen von sich, aber ein konstanten, leise, aber dennoch etwas auffälligen Ton von sich (habn aber bissher in diesem maße alle meine HDDs)
Gruß, Mini :-)
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Für OT bitte Das Nonsenseboard benutzen...
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| 15-11-2005, 15:50 |
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mini_michi
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@Startom
Naja, im endeffekt reicht jeder einigermaßen Aktuelle PC zum recording.
Achte nur auf mindestens 512Mb Ram und ausreichende CPU-Leistung.
Ich bin mit meinem System ja bissher eigentlich immer sehr gut gefahren.
Befor mien Prozessor aber abgeraucht ist, war ich noch an einem großen Experiment.
Eigentlich eher ein Projekt. Insgesammt waren 19 Audiospuren und 5 VSTs, dazu etliche Effekte laufen.
Da is mein 2,4 Ghz System (Athlon XP) mit 512MB Ram unter WinXP ein klein wenig in die Knie gegangen. Man konnte schon noch mit arbeiten, aber die Geschwindigkeit ließ nach. Es kam auch mal zu Synchronisationsproblemen beim Abspielen unter den VSTs, aber einfach nochmal auf Stop und wieder auf Play hat das Problem behoben
Grüsschen in die Schweiz, Mini :-)
--
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| 15-11-2005, 17:15 |
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startom
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So, weiter gehts...
Ich habe mich jetzt durchgerungen und einen neuen PC fürs Musikzimmer gekauft. Nette Kiste mit 512 MB RAM und 2,8 GHz CPU. Reicht also für meine Verhältnisse aus.
Hab auch schon erste erfolgreiche Recording-Versuche hinter mir.... klappt soweit alles bestens.
Jetzt folgt auch schon die nächste Frage:
Ich gehe mit dem GT-6 direkt in den Rechner und höre über Kopfhörer (direkt im GT-6), was ich spiele.
Jetzt brauch ich noch Boxen für den PC, um die bereits eingespielten Spuren zu hören. Ich nehme an, jetzt kommen die berüchtigten Monitore zum Zug.... sind die geeignet, um sie direkt an den Lautsprecher-Ausgang des PC anzuschliessen? Ich nehme an, ich benötige eine aktives Set, nicht wahr?
Dann kann ich nämlich mit dem GT-6 immer über Kopfhörer spielen. Das reicht für meine Uebe-Sessions.
Noch eine Frage an MrPetriani: Wo kann ich die von dir genannten EQ-Einstellungen tätigen? Im Sequencer?
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Gruss aus der Schweiz
Tom
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| 03-01-2006, 11:51 |
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MrPetriani
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Also, freut mich, daß du schonmal soweit zufrieden bist. Ja, die EQ Einstellungen solltest du im Sequencer machen, wo denn auch sonst, es sei denn, du mischst extern, dann machst du´s natürlich am Pult oder nem insertierten EQ, aber das betrifft dich wahrscheinlich nicht.
Zu den Monitoren gibts auch noch n bisschen was zu sagen. Die Teile sind nur dann an den Ausgang deiner Soundkarte anschließbar, wenn du Klinke rwchts und links oder XLR rechts und links hast, mit ner Stereominiklinke wirst du nicht weit kommen. Aber da du schon danach fragst, da hab ich gleich ne Empfehlung für dich: Ich benutze normalerweise zum mischen Tannoy Reveal Nahfeldmonitore (ältere Monitore, mittleres Preissegment) und hab mir letztes Jahr nen Satz Alternativboxen gegönnt und ich muß sagen, die klingen nicht schlecht. Es fehlt etwas im Tiefbass und die oberen Mitten lösen sich nicht so schön transparent auf wie bei den Reveal´s, aber im großen und ganzen kann man sich bei nem Paar gutklingender, aktiver Monitore für 185€ (Paarpreis !!!) nicht beschweren. hier ist der Link. Sowas würd ich mir noch gönnen, damit blendest du nämlich die Schwächen deiner bisherigen Abhöre aus.
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Macht`s gut und danke für den Fisch (Douglas Adams)
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| 03-01-2006, 13:40 |
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