Hallo Swischen,
die üblichen Nebengeräusche beim Nagelanschlag (und damit meine ich natürlich, wie schon von ov erwähnt, den Kuppen/Nagelanschlag) sind entweder ein raues Kratzen (unpolierte Nägel), ein explosives Knallen (Saite wird von der Decke weggezogen) oder ein unartikulierter schnellender Ton (unpolierte Außenseite des Nagels und/oder falsche Nagelform).
Nach meiner Erfahrung kommt das Letztere am häufigsten vor.
Das liegt daran, dass viele zwar den Nagel an der Stelle richtig feilen, wo die Saite den Nagel zuerst berührt, aber
nicht an der Stelle, wo die Saite den Nagel
verlässt.
Um diese Stellen genau zu ermitteln, kannst du feines Schleifpapier auf die Saiten legen und spielst dann einfach eine beliebige Zerlegung. Danach siehst du, wo das Papier auf deinen Nägeln Spuren hinterlassen hat. Besonders wichtig ist jetzt die Stelle, wo die Saite den Nagel verlässt. Dort musst du von allen Seiten und vor allem
von oben gut polieren.
Im Laufe der Jahre habe ich zum Nagelanschlag folgende Tipps bekommen:
- der Nagel muss leicht schräg angefeilt werden, dann gleitet die Saite besser ab
- "von oben" polieren ist am Wichtigsten
- mit einem heißen Teelöffel kann man Nägel verbiegen
- mit mehr Kuppenanteil wird der Ton voller und wärmer
- zu lange Nägel ergeben einen dünnen Ton
- der formbarste und brillianteste Ton wird über Kuppe-Nagel erzeugt
Auf dem Bild siehst du, dass meine Nägel fast rund sind. Trotzdem habe ich festgestellt, dass die meisten Gitarristen Nägel wie Toco haben. Die optimale Form muss also jeder für sich selbst entdecken.
Grüße von Grusel