oh, danke für die Blumen...
aber glaub nicht, das ich nicht auch Jahre dafür gebraucht hätte wirklich zu kapieren, und in die Praxis umzusetzen, dass nicht die Finger, sondern der Arm die eigentliche Arbeit verrichtet. Ich kann mich auch keineswegs rühmen, dass ich da selber drauf gekommen wäre.
Zum ersten mal hab ich davon auf einem Workshop mit Abel Carlevaro mitte der 80er Jahre gehört, dass erschien mir zwar interessant, aber ich war damals zu faul diese Technik konsequent zu trainieren, ging doch auch nur mit den Fingern gut, wehalb sich plagen? Ausserdem hatte mich das Konzert von Carlevaro eher gelangweilt, so hatte ich eine schöne Ausrede und redete mir ein, dass dieser Ansatz des bis ins letzte Detail aufgedröselten technischen Übens wohl zu langweiligem Spiel führt.
Der Groschen ist bei mir erst in meiner Arbeit mit Alvaro Pierri gefallen, 10 Jahre später. Der war ein Schüler von Carlevaro und sein Spiel hat mich musikalisch dermassen umgehauen, dass ich endlich die nötige Motivation aufgebracht habe meine Technik komplett umzukrempeln, das bedeutete ein Jahr Schweiss und Tränen, hat mir aber im Endeffekt mehr gebracht als 10 Semester Gitarrenstudium.
Glücklich sind diejenigen die von Anfang an die richtigen Dinge lernen und keine Sackgassen beschreiten die einen jahrelang auf der Stelle treten lassen.
Es gibt ja seit kurzem den \"intelligent und sinnvoll Üben\" - thread ich würde mich freuen, wenn dort möglichst viele mit schreiben und von ihren Erfahrungen mit der Methode erzählen würden, ich glaube das könnte ne sehr hilfreiche Sache sein und diesem Forum helfen noch besser zu werden.
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