reliewsche
Godfather of Music
       
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Öm - da wundere ich mich mal technisch ?( Hier werden unterschiedliche Technologien durcheinandergeschmissen.
Also, zu dem Spruch: Die Boxen sollten mehr können als der Amp: Da sind wir eher im HiFi-Bereich. Hier haben wir mehrere Chassis (Bässe und Höhen mindestens). Wenn der Verstärker in die Begrenzung kommt, verzerrt er und damit werden Mengen von Höhen erzeugt, die normalerweise ja nucht vorgesehen sind. Ein Höhenchassis ist aber auf den Leistungsanteil ausgelegt, der an Höhen in der Musik normalerweise vorhanden ist. Das sind vielleicht einmal 5-10% der gesamten Leistung. Ein Anstieg der Leistung in den Höhen durch Verzerrung auf das Doppelte oder noch viel mehr bedeutet dann den Tod des Hochtöners.
Allerdings gibt es hierzu auch die Meinung, den Verstärker um einiges größer zu nehmen als die Boxen. Begründung: Wenn die Lautsprecher anfangen, zu verzerren, hört man das schon (Plopp plopp im Bass). Bis sie da kaputt sind dauert es länger als anders herum ein clippender Verstärker einen Hochtöner zerschießen kann.
Nun mal zu den Musikerkreisen, insbesondere Gitarren: Hochtöner haben wir hier nicht, die können also nicht verscheiden. Die gesamte Leistung geht über die Spule des Lautsprechers oder geteilt auf die einzelnen Lautsprecher, Leistung ein also = Leistung aus. Trotzdem sollte die Box eine etwas höhere Leistung haben. Der Grund ist, dass bei einem Röhrenamp (und nur dort) ja gerade die Übersteuerung der Endstufe explizit gewünscht ist, weil die dabei entstehenden Nichtlinearitäten den Klang ausmachen. Der Amp ist also auf volle Leistung. Wenn man nur kurz und mit Pausen Töne aufgibt, wäre eine geringere Boxenleitung ok. Die Impulsleistung ist bei Musikerlautsprechern (im Gegensatz zu HiFi) recht hoch und die mittlere Leitung über die gesamte Zeit ist ja geringer. Wenn man allerdings \"Dauerbraten\" will, kommt schon die Nennleistung zusammen. Damit sich die Lautsprecherspule nicht überhitzt sollte die Box also eine etwas höhere Leistung haben um das unbeschadet zu überstehen.
Im großen und ganzen gilt die Faustformel: Verstärkerleistung = Boxenleistung. Und: Transistorverstärker nicht an die Grenzen fahren!
@ Andy63: Also, Gleichspannung kommt bei einem richtig designten Verstärker nicht zustande. Das würde höchstens bei einer Klasse A-Endstufe passieren können. Röhrenverstärker haben im Ausgang einen Übertrager, an den der Lautsprecher symmetrisch angeschlossen ist. Da sind Gleichspannungen nicht möglich.
Stefan
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Es gibt zwei Arten von Menschen: Die einen kennen mich und die andern können mich (Adenauer)
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| 24-12-2007, 13:15 |
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