Vorhalte-Akkorde
Das kommt aus der mittelalterlichen Musikpraxis, wird aber auch heute noch eingesetzt.
Ein Akkord wird mit einer bestimmten Technik etwas herausgezögert.
Beispiel:
Du hast einen G7 mit den Tönen G H D F
und du wilst zu einem C hin mit den Tönen C E G
Jetzt knallst du aber nicht beide Akkorde sofort nebeneinander,
Sondern beim Akkord G lässt du den Ton G (leere Saite) und den Ton D (von mir aus auch die leere Saite) stehen, und spielst dann noch den C als Basston dazu.
Jetzt hast du mit den Ton C und G schonmal den Powerchord C.
Aber es wird einem noch \"vorenthalten\", ob der Akkord ein Dur- oder Moll-Akkord ist, weil der Ton E fehlt.
Dieser wird noch durch den Ton D ersetzt (E ist noch \"sus\"pendiert).
Man spielt eine Zeit lang den Sekundenvorhalt Csus2 (C-D-G)
bis dieser nach C-Dur (C-E-G) aufgelöst wird.
Häufiger kommt der Quartvorhalt vor.
Man lässt den Ton F (vom G7 = G + H + D + F) stehen,
und spielt eine Weile den Quartvorhalt Csus4 (C-F-G)
bis dieser zum C-Dur (C-E-G) aufgelöst wird.
Beispiel:
G C D7 Gsus4 G
Auch
C F Gsus4 G C
Also die Terz des Zielakkordes wird etwas herausgezögert, und eine kurze Zeit durch die Sekunde oder (häufiger) durch die Quarte ersetzt.
Und weil man die Technik häufig einsetzte (typischer Schluss bei Kirchenliedern)
hat man dafür einen eigenen Namen. Quartvorhalt.
Vorhalteakkord wird eigentlich nur gesagt,
wenn tatsächlich drei Akkorde an dem Spiel beteiligt sind.
Ein Akkord, von dem noch ein Ton hängen bleibt,
und der mit dem nächsten Akkord dann einen Sus-Akkord ergibt,
der sich dann aber zum Grundakkord auflöst.
Also ein Sus-Akkord allein ist eigentlich noch kein Vorhalte-Akkord. Obwohl, manchmal nimmt man es mit der Bezeichnung doch nicht so genau.
Gruß Mjchael
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