This forum uses cookies
This forum makes use of cookies to store your login information if you are registered, and your last visit if you are not. Cookies are small text documents stored on your computer; the cookies set by this forum can only be used on this website and pose no security risk. Cookies on this forum also track the specific topics you have read and when you last read them. Please confirm whether you accept or reject these cookies being set.

A cookie will be stored in your browser regardless of choice to prevent you being asked this question again. You will be able to change your cookie settings at any time using the link in the footer.


Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Dur und moll Tonleitern
gitwork Offline
Barree-Künstler
*******

Beiträge: 469
Themen: 35
Registriert seit: Feb 2004
#1
RE: Dur und moll Tonleitern
Dur/Moll Tonleitern


Seit dem 18. Jahrhundert beherrschen zwei Tonleitern die Musik der westlichen Welt, die Dur- und die Moll-Tonleiter. Sie werden auch heptatonische Tonleitern (Heptatonik) genannt, womit ausgesagt wird, daß sie aus sieben verschiedenen Tönen bestehen. Wegen ihrer Vorherrschaft in der klassischen Musik und der westeuropäischen Volksmusik glaubt so mancher Zeitgenosse es gäbe gar keine anderen...

Die Dur-Tonleiter 

0-2-4-5-7-9-11-12
(Griffbrettorte/Intervalle in Halbtonschritten, entlang einer Saite)             


Die Dur- Tonleiter zeichnet sich vor allem durch den hellen, oft mit fröhlichen Gefühlen assozierten Klang der 4 (3.Ton=große Terz) und der vorwärtsstrebenden 11 (7.Ton =großen Septim) = Leitton aus. Nahezu alle fröhlichen Volks- und Kinderlieder, aber auch hell und leicht klingende klassische Werke, Folk- und Popsongs bauen auf der Durtonleiter auf.


Moll


Musik die im klassischen Sinn in einer Moll-Tonart komponiert wurde, bedient sich aus dem Tonvorrat drei verschiedener Moll- Tonleitern. Je nachdem ob es Melodien sind die aufwärts oder abwärts geführt werden oder ob Akkorde komponiert werden, wechselt man im Tonvorrat dieser drei Tonleitern hin und her. Alle Moll- Tonleitern unterscheiden sich von der Durtonleiter durch die 3(3.Ton=kleine Terz ), die für den deutlich weicheren, dunkleren Klang gegenüber der Durtonleiter verantwortlich gemacht werden kann.


Natürliche Molltonleiter

0-2-3-5-7-8-10-12
(Griffbrettorte/Intervalle in Halbtonschritten, entlang einer Saite)
              

Die natürliche Molltonleiter besitzt neben der 3 (3.Tonstufe=kleine Terz) eine 8 (6.Ton=kleine Sexte) und eine 10 (7.Tonstufe= kleine Septim).

Die kleine Sexte hat im Gegensatz zur großen Sexte der Durtonleiter, die eine fröhliche, vorwärtsstrebende Wirkung hat, eine sehr weiche dunkle Klangfarbe. Die kleine Septim hält die Tonleiter in der Schwebe, sie hat nicht die leittonmäßige, zum Grundton hinstrebende Wirkung der großen Septim der Durtonleiter. Das fehlen dieses Leittons bereitete Komponisten einiges Kopfzerbrechen. Sie vermissten zielstrebige Linien zum Tonzentrum, die für gute Schlußwirkungen gebraucht werden. Deshalb erhöhten sie kurzerhand den 7.Ton zur großen Septim und erfanden die \"harmonische Molltonleiter\".



Die harmonische Molltonleiter   

0-2-3-5-7-8-11-12
(Griffbrettorte/Intervalle in Halbtonschritten, entlang einer Saite)
        

Eine erstaunliche Wirkung, man denkt bei dieser Tonleiter sofort an Musik aus Osteuropa, oder dem arabischen Raum. Diese Wirkung erhält die harmonische Moll- Tonleiter vor allem durch den übermäßigen Tonschritt zwischen dem 6. und 7. Ton, der zu dem noch von zwei Halbtonschritten eingerahmt ist. Das ist tatsächlich eine typische Struktur von Melodien aus Osteuropa, dem arabischen Raum, in der Musik der Sinti und Roma, und im Flamenco. In der klassischen westlichen Musik waren Melodien dieser Struktur allerdings undenkbar! Deshalb verwendete man die Tonleiter lediglich als Tonvorrat für Akkorde, für Melodien erfand man eine weitere Tonleiter die den übermäßigen Tonschritt durch Erhöhung des 6. Tons wieder ausglich:


Die melodische Moll-Tonleiter   

0-2-3-5-7-9-11-12
(Griffbrettorte/Intervalle in Halbtonschritten, entlang einer Saite)                  

Die erwünschten zwingenden Schlußwendungen waren nun auch in moll möglich, machten aber nur Sinn, wenn die Melodie tatsächlich aufwärts in den Grundton geführt wurde. Bei abwärts führender Melodie benutzte man die natürliche Molltonleiter.


:_pirate:
gw
13-03-2004, 07:15
Homepage Suchen Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
RE: Dur und moll Tonleitern - von gitwork - 13-03-2004, 07:15
[Kein Betreff] - von sohoert - 13-03-2004, 17:07
[Kein Betreff] - von gitwork - 13-03-2004, 21:35
[Kein Betreff] - von sohoert - 14-03-2004, 04:30
[Kein Betreff] - von p4trick - 16-01-2005, 00:53
[Kein Betreff] - von ghetto - 16-01-2005, 02:22
[Kein Betreff] - von domingo4 - 16-01-2005, 11:32
[Kein Betreff] - von gitwork - 09-03-2005, 23:49
[Kein Betreff] - von domingo4 - 10-03-2005, 07:54
[Kein Betreff] - von ghetto - 11-03-2005, 01:18
[Kein Betreff] - von Ralfi - 11-03-2005, 22:30

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Kontakt | Impressum | gitarrenboard.de | Nach oben | | Archiv-Modus | RSS-Synchronisation