mathew
Saitenquäler

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RE: Besser werden vom Nichtstun.
Hi.
Habt ihr schon einmal das Phänomen an euch festgestellt,daß ihr mit mehr oder minderen Erfolg schwierige Akkorde oder Liedpassagen geübt habt,und nachdem ihr verzweifelt aufgehört habt und euch nach Tagen wieder an selbige Übung gewagt habt,es wie von allein besser ging.Mir geht es oft jedenfalls oft so.
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Han er min sang og min glede
Han er min sang og min glede
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19-11-2003, 19:51 |
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Mjchael
Godfather of Music
       
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Zitat:Original von Jemflower:
Das Phänomen nennt man in der Lernpsychologie \"Inkubationszeit\".
:p find ich lustig, das mit der \"Inkubationszeit\"...
Aber es stimmt. Wenn man dem Gehirn verbissen vorgibt, ein Problem zu lösen, und es kommt nicht weiter, versucht es andere Lösungswege zu finden. Dieses verwirrt einen dann mehr, als es einem nützt.
Bestimmte Bewegungsabläufe brauchen einige Zeit, bis sie sich im Gehirn einprägen (passiert im Hirnstamm).
Das \"Einprägen\" geschieht mehr oder weniger unbewußt... wenn man eine Aufgabe nach ein paar Stunden oder vieleicht auch einen über den anderen Tag regelmäßig wiederholt, meldet dich der Hirnstamm und fragt sich: \"Moment einmal, hatten wir das nicht schon mal gehabt, besser, ich merke mir das mal...\"
Leider läßt sich das durch nichts Beschleunigen außer regelmäßige Wiederholungen.
Wie Jemflower schon sagte: oft erreicht man mit jeden Tag eine Spieltechnik 5 Minuten zu üben mehr, als einmal pro Woche die selbe Technik 2 Stunden zu trainieren.
Gruß
Michael
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20-11-2003, 12:50 |
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Hetfield1985
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Registriert seit: Jun 2003
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hehe, das phänomen kenn ich, ging mir bei den barréegriffen so *gg*
das problem is eben nur, dass es einen in den wahnsinn treiben kann, wenn man etwas übt und kann es dann scheinbar doch nicht. und auf die idee, pausen einzulegen, kommt man eigentlich net wirklich, da ich mir zumindest bisher immer gedacht hab, viel (d.h. lang) üben bringt viel fortschritt....
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\"Theory is a waste of time. Dorian modes are for technically anal boys with bad values. Make up your own music.\" - Kurdt Cobain
\"Charles Bronson tritt immer nur dann in Aktion, wenn all seine Lieben brutal abgeschlachtet worden sind.\" - Al Bundy
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20-11-2003, 17:32 |
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schubi389
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Jo!
Dies kommt mir bekannt vor! Manchmal lege ich Songs länger zur Seite und spiele andere. Oder mach einfach mal ne \"Zwangspause , gibt ja noch andrere Dinge  ).
Aber oft ist es dann echt so dass man im Unterbewußtsein, dies dann (evtl.) verabeitet und es dann kann. (Oder zumindest besser).
Ist halt echt besser Dinge manchmal Ruhen zu lassen.
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Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
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21-11-2003, 01:12 |
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Taylorpicker
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Hallo
Ganz so wissenschaftlich fundiert wie Jemflowers Beitrag ist meiner nicht, aber mir ist da noch eine andere Sache aufgefallen:
Ich weiß bei meinen Stücken natürlich, wo die neuralgischen Stellen sind, und prompt bleibe ich da auch hängen oder verspiele mich. Wenn ich doch zufällig einmal durchkomme, bin ich so verdattert, daß ich vergesse, wie es weitergeht. :-D Interessanterweise mache ich diese Fehler unabhängig von der Geschwindigkeit, also auch bei extremer Zeitlupe mit laut mitzählen und so.
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man diese Dinge nur ausbügeln kann, wenn man bei ganz langsamer Spielweise sich die korrekten Bewegungsmuster antrainiert. Dann geht es auch, wenn man später schnell spielt. Ein Freund von mir hat mir mal gesagt: wer langsam spielen kann, kann auch schnell spielen.
Viele Grüße
Taylorpicker
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Familie hat man, Freunde kann man sich aussuchen.
Die beste Droge ist ein klarer Kopf!
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21-11-2003, 22:41 |
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hoggabogges
Godfather of Music
       
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@Taylor - Zitat:
ch habe die Erfahrung gemacht, daß man diese Dinge nur ausbügeln kann, wenn man bei ganz langsamer Spielweise sich die korrekten Bewegungsmuster antrainiert. Dann geht es auch, wenn man später schnell spielt. Ein Freund von mir hat mir mal gesagt: wer langsam spielen kann, kann auch schnell spielen.
Da haste recht.
Und ein Freund von mir hat mal gesagt: die langsamen Stücke sind die schwierigen.
Was nicht immer zutrifft. Aber kann sich ja jeder selber testen.
Zum Thema ansich: so mach ich es auch, anspielen, Griffvariationen ausprobieren, was geht wie, was soundet wie, und dann das ganze ne Weile ruhen lassen.
Bei jedem weiteren Bearbeiten des Stückes gehts leichter und ein paar neue Ideen schleichen sich dazwischen.
So dauert ein neues Lied u.U. 2 Wochen, manchmal 2 Jahre.
Bis ich es dann aber irgendwo vortrage, spiele ich es ca. 1/2 Jahr nur für mich (oder meine Tochter verlang danach :-D ) Dann hab ich auch die nötige Sicherheit.(was vor Fehlern leider nicht schützt  )
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grüssle hoggabogges
...noch einmal jung sein und der frischen Liebe Leid erdulden...
A.D.
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22-11-2003, 15:56 |
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