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Gitarre aus den USA einführen - Druckversion

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RE: Gitarre aus den USA einführen - ries60 - 04-01-2009

hi, ich beschäftige mich seit einiger zeit mit dem kauf einer neuen gitarre. es wir sehr warscheinlich ein PRS SE CUSTOM.
beim surfen im internet fallen mir immerwieder die preise ins auge z.b. thomann 759 euronen ... in den usa kostet das gleiche teil 600 $ - also ca. 450 euro. bei den seit november 08 geltenden zollbestimmungen darf man waren bis 400 euro zollfrei einführen. da ich im märz in die usa fahre spiele ich mit dem gedanken mir das teil dort zu kaufen und per post nach hause zu schicken. hat jemand erfahrungen damit und könnt ihr mir raten (ab oder zu). oder wisst ihr mehr als ich, dann schreibt mir.


hab noch einmal nachgeschaut. auf der seite vom zoll steht wörtlich:
Bei der Einreise über den See- oder Luftweg in die Europäische Union dürfen Waren, ausschließlich zum persönlichen Gebrauch, im Wert bis 430 Euro zollfrei in die EU eingeführt werden.

bis 700 Euro sind 13,5% fällig



- Eifeljanes - 04-01-2009

auch wenn sich deines wissens die gesetztesgrundlage (steuern, zoll etc.) geändert hat... hier findest du schon mal einige infos: http://www.gitarrenboard.de/viewtopic.php?t=20077&start=1&seite=1


ansonsten ist mein patenkind gerade im moment fürn jahr in amerika. ihre dort günstig besorgten waren (z.b. ipods für die hälfte des hiesigen preises etc.) schickt sie auch nicht per post, weil man ihr davon dringend abgeraten hat. die amis sind in sachen pakete drauf wie seinerzeit die ddr... das von ihr besorgte zeugs kommt jetzt über etwas verschlungene wege (unsere gute bundeswehr...) und selbst ihre dort gekauften klamotten wird sie auf ihrem rückflug dann möglichst alle anziehen.

tja, und leider kann son jetpilot nur sehr schwer ne gitarre in sein tornado-cockpit schmuggeln. :-D


- martinexe - 04-01-2009

Hey!
ich war selbst nen jahr in den USA und habe vorher auch mit dem Gedanken gespielt.
Habe es dann letztendlich doch nicht gemacht, unter anderem weil ich mir einen guten, stabilen Gitarrenkoffer hätte kaufen müssen, der dann auch nochmal 100$ kostet...
Habe aber mehrer Pakete verschickt, in beide Richtungen. Hat bestens geklappt.
Also wenn ich genug Geld für ne neue Gitarre gehabt hätte, hät ich es wahrscheinlich gemacht!

Ich würde dir also dazu raten.

Gibt natürlich auch nachteile... service etc.


- reliewsche - 04-01-2009

Mmh - ich mein ich hätt das hier irgendswo schon mal geschrieben, aber hier im Zusammenhang noch mal den Bericht:

Ich war im letzten Mai drüben und hab meine Salatschüssel mitgenommen. Als ich wiederkam, ist der Zöllner zielgerichtet auf mich und meine Klampfe zugekommen und hat sie sich zeigen lassen, hat sie sich genau angesehen und war erst zufrieden, als er Macken etc. gesehen hat.

Nichts desto trotz - bei dem Unterschied spricht ja nichts dagegen, die Gitarre mitzubringen und ordnungsgemäß zu deklarieren. Mit den 19% Einfuhrumsatzsteuer lohnt es sich ja trotzdem noch.

Stefan


- Mitchel-Summer - 10-01-2009

Moimoin!

Da ich beruflich mit Einfuhren und Ausfuhren zu tun hatte, hier ein paar Infos über die Einfuhr einer Gitarre aus den USA nach Deutschland:

Bei der Einfuhr muss eine Zolltarifnummer angegeben werden, damit die Ware klassifiziert werden kann:
Zolltarifnummer der Gitarre: 9202903000

Der Zollsatz liegt bei Einfuhr aus den USA bei 3,2% des Zollwertes (Warenwert + Versandkosten bis zur deutschen Grenze - Skonto, wenn vorhanden).

Zudem wird Einfuhrumsatzsteuer berechnet 19 %, egal ob in den USA Sales Tax bezahlt wurde oder nicht.

Wird die Gitarre per Post nach Deutschland geschickt, dann landet diese im Hauptzollamt der Stadt oder Region. Der Zoll schickt eine Postkarte, dass was eingegangen ist. Man hat dann 21 Tage Zeit, die Ware auszulösen.

der Verkäufer schickt in der Regel eine Rechnung per Email als pdf, der dann zweimal auszudrucken und dem Zoll vorzulegen ist.

Liegt der Warenwert über 1000 EUR, dann muss eine Einfuhranmeldung vorgelegt werden, die Formulare dazu gibt es bei der IHK und in speziellen Schreibwarengeschäften. Das Ausfüllen dieses Formulares ist sehr tückisch, das würde ich einen erfahrenen Speditionskaufmann oder Außenhandelskaufmann überlassen. Wer auf dieses Gelöt kein Bock hat, lässt die Ware mit FEdEx oder Kühne & Nagel nach Deutschland einführen. Das kostet zwar deutlich mehr, aber die Abwicklung ist super einfach und die Ware kann dann auch höher versichert werden.

Wird die Gitarre persönlich nach Deutschland importiert, dann sollte man lieber dieses dem Zoll gleich vorlegen zwecks Verzollung, sonst wirds richtig teuer, wenn man erwischt wird. ;D

Ansonsten einfach mich nochmal fragen oder Zollinfos unter www.zoll.de