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jazz blues improvisation - Druckversion +- Das große deutschsprachige Gitarrenforum (https://gitarrenboard.de) +-- Forum: Musikboard (https://gitarrenboard.de/forumdisplay.php?fid=4) +--- Forum: Musiktheorie (https://gitarrenboard.de/forumdisplay.php?fid=16) +--- Thema: jazz blues improvisation (/showthread.php?tid=15942) |
RE: jazz blues improvisation - blubbermax - 23-08-2005 hi vorab möchte ich sagen das ich weiss wieviele beiträge es schon zu diesem thema gibt, nur leider versteh ich davon keinen. also was ich genau wissen will ist eigentlich wie ich bei jazz titeln oder blues oder swing, egal, állgemein improvisiere. ich habe da was von harmonien und pentatroniken und tonleitern gelesen aber das sagt mir leider gar nix. kann einer von euch das vielleicht mal ganz banal einfach erklären das selbst ich das verstehe (ich weiss sogut wie nix )ich hab mich gesternnämlich gewundert wie der andere gitarrist bei der probe das so locker hingekriegt hat, da er nicht so sonderlich besser spielt als ich. is das vielleicht irgendwie möglich? ich freu mich über jede hilfe! mfg blubbermax - startom - 23-08-2005 Ganz banal erklärt: Jeder Song hat eine eigene Tonart, das heisst, eine bestimmte Anzahl von möglichen Akkorden, welche im Song vorkommen können. Wenn du die Tonart kensnt, kannst du über die entsprechende Tonleiter (= 7 passende Töne) improvisieren. Einfacher gehts nicht! Wenn du jetzt noch detailiertere Angaben wissen willst, frag nach. Alternativ kannst du auch warten, bis Forumskollege Mjchael diesen Thread liest und antwortet... dann gibts aber einen Satz heisse Musiktheorie-Ohren. -- Gruss aus der Schweiz Tom
- demuelli - 23-08-2005 Das lässt sich leider nicht sehr einfach erklären. Opfer einfach mal am Tag 15 Minuten für Theorie und du wirst Schritt für Schritt durchsteigen. Auf jeden Fall empfehlenswert ist: Die neue Harmonielehre Band 1 (Frank Haunschild) ISBN: 3927190004 Weiterfürhrend: Michael Sagmeisters Jazzgitarre (Michael Sagmeister) ISBN: 3932587480 und Die neue Harmonielehre Band 2 (Frank Haunschild) Die Titel klingen schwieriger als sie sind. ![]() LG Alex -- Better to be hated for who you are than to be loved for who you are not - Mjchael - 24-08-2005 Zitat:Original von startom: Ich weiß, ich hab meinen Ruf weg... aber trotzdem (oder gerade deshalb) werd ich mich um die Antwort nicht drücken... ![]() @blubbermax Theorie: Tonleiter - Pentatonik - Kadenzen Praxis: Schauen, was andere aus dem Werkzeug machen... Du hast einen Akkord, und nudelst die Tonleiter oder die Pentatonik (oder die Blues-Skala) die du hast darüber. Du kennst die Töne des Akkordes und hebst diese beim Rauf- und Runternudeln der Skalen stärker hervor. Du willst interessantere Figuren spielen: Jongliere mit den Tönen herum. (Mache größere oder kleinere Tonsprünge.. nicht nur die Nachbartöne) und/oder schau dir an, wie es andere machen. Jazz: genau wie Startom sagt... Tonleiter rauf runter kreuz quer... Tipp: Die Stücke mit Noten besorgen, (oder MIDI durch einen Noteneditor jagen)... Dann ist es leichter herauszufinden welche Tonleiter gerade vorherrscht. Denn die Jazzer haben die unangenehme Angewohnheit mittendrinn die Tonart zu wechseln. Als eine Lektion der 15 Minuten Musiktheorie die DerMuelli vorschlägt ist folgende Frage: was man alles mit nur 7 Tönen einer Tonleiter machen kann. (Stichworte: Modale Skalen; Jazzakkorde, Stufentheorie) Aber die Grundfrage bleibt immer: \"Ei, welche Tonart muss ich denn im Augenblick spielen??? Aber es bleibt zu 90% immer Tonleiter, Tonleiter, Tonleiter... (Ich gehe da von den Standad-Jazzsachen aus... die Abgefahrenen Sachen kann man später lernen. ) Beispiele und Theorie: http://www.worldjazz.ch/play_along.htm Blues: Pentatonik, Pentatonik, Pentatonik... Vorwärts rückwärts seitwärts... Die Harmonien sind in der Regel einfache I - !V - V-Kadenzen (E A H7) (Em Am H7) Problem: Aber man kann nie genau sagen, ob es eine Moll-Pentatonik oder eine Blues-Pentatonik ist. Durpentatonik: 1 2 3 5 6 1 Mollpentatonik: 1 b3 4 5 b7 1 Blues-Scala: 1 2 b3 3 4 5 6 b7 1 (Dur-Pentatonik + Mollpentatonik) Theorie die man sich aneignen sollte: Poverchord + Dur- und Mollterz (wechseln immer wieder). + kleine Septim (kommt beim Moll-Akkord standartmäßig vor und beim Dur-Akkord nur auf der 5. Stufe.) Fehlt nur noch die 4 von Sus-Akkorden, und die 6. Die Reibungen enstehen, weil die Skala eine Mischung aus Dur- und Moll-Skalen sind. Alle Intevalle können in normalen Dur und Moll-Skalen vorkommen, aber es gibt immer einTon (oder mehrere) die an einer konkreten Skala (die du vieleicht beim Jazz gelernt hast) anecken. Dur-Pentatonik mit 3b und 7b Moll-Pentatonik mit 2 und 6 Üben: mit den Tönen Standartfiguren finden, die man wie eine Pachworkdecke aneinanderheftet. Dir was von Rainer, Cotonmen, Grünie oder so abgucken, und nachspielen... Quelle (mehr Praxis als Theorie): http://www.blueslessons.de/gindex.htm Swing oder Boogie-Woogie: verwendet Elemente aus Blues und Jazz, ist aber meist artiger bei den schrägen Tönen... (Also eher Tonleiter und nur gelegentlich ein paar Blues-Notes oder Tonleiterwechsel) (Siehe auch Walking-Bass) Tonleiterwechsel: Man könnte jetzt üben, von jeder X-Beliebigen Tonart in eine andere zu wechseln... aber man kann sich auf eine Handvoll Standartwechsel konzentrieren: 1. Quintenfall (Siehe bei Jazz) Also die Tonleiter 5 Töne runter (Schlagwort: II-V-I Verbindung, Doppelt-Dominante) 2. Rückungen: (Einen Ton rauf oder runter) 3. Aus Dur wird Moll (oder seltener aus Moll wird Dur.) noch was nettes zum Jamen: http://www.guitar.ch/ch/info/frame/jamtrack/cat.html Oder was zum nachspielen: http://www.just-oldies.com/index.htm Aber letzendlich bleibt es: Tonleiter, Pentatonik und die Akkordtöne zu kennen. @Startom: Ich hoffe, dass war dir nicht zu theoretisch... Gruß Mjchael -- Durchhalteparole: Das sollst du nicht können, das sollst du lernen! - blubbermax - 24-08-2005 boah ist ja echt der hammer wieviel sich hier um einen gekümmert wird, vielen dank euch dreien ,ich werds gleich ma testen! |