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Normale Version: Ausbildung/Fortbildung für Hobby-Gitaristen
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Werte Gitarrenprofis

Ich hätte eine Frage bzgl. einer möglichen Ausbildung/Fortbildung für Hobby-Gitarristen. 
Ich bin Teil eines Gitarren-Zirkels in Österreich nähe Bayern von ausschließlich Hobby-Musiker/innen. Wir treffen uns einmal die Woche (außer natürlich jetzt in der Corona-Zeit) und spielen zusammen Songs, die uns gut gefallen. Das Ganze geht nun schon über Jahre und unsere Gruppe wird immer größer und vernetzt sich auch mit externen Gruppen mit demselben Hintergrund. Irgendwie hat sich es sich so entwickelt, dass ich so eine Art "Vorspieler" geworden bin, vermutlich weil ich nicht der Schlechteste der Gruppe(n) bin Smile  und mit allen gut kann.

Aber ich merke auch, dass ich da an meine musikalischen Grenzen stoße. Jetzt meine Frage konkret:

Gibt es für Hobby-Musikanten auch eine Art Ausbildung/Diplom, die einen aber nicht gleich in den Rang eines Musiklehrers hochheben soll? Ich habe selbst ein wenig recherchiert und von der Art wäre eigentlich die Ausbildung D-Kurs Gitarre unter  Gitarrenkurs für mich geeignet. Allerdings bin ich kein sonderlich religiöser Mensch und möchte auch keine Kirschenlieder singen. Das Ziel meiner Ausbildung wäre es halt, Hobby-Musiker/innen mit Gesang und Gitarre zu betreuen/weiter zu bringen/zur Musik zu bringen. 

Habt Ihr mir hier Empfehlungen/Tipps
Danke vorab und mir geht es überhaupt nicht ums Geldverdienen, sondern um gemeinsames Musizieren als Erlebnis

Mario
Hallo, du brauchst doch keine "Ausbildung" kein "Diplom".
Du benötigst entweder auch mal andere Leute, zwischendurch, damit du dazulernst, oder normalen Unterricht. Dann wird man besser.

Gruß
Hallo AndyTheke
Danke für die schnelle Antwort. Ich besuche auch Workshops bzw. mache auch Online Workshops (beides leider berufsbedingt unregelmäßig). Das Thema mit "Ausbildung" oder "Diplom" habe ich mir gut überlegt und es wäre für mich bzw. für mein Umfeld die optimale Sache.
Ich bitte mich hier nicht umstimmen zu wollen oder darüber zu diskutieren, sondern nur zu meinen direkten Fragen zu antworten. Und natürlich ist es sonnenklar, dass man seinen eigenen Stil finden muss bzw. dass wirklich alles übers eigene Üben geht.
In der Hoffnung auf tolle Ausbildungs-Tipps und danke vorab
Mario
Finde die Anfrage schön und klar. Die Reaktion auf AndyTheke, der sich in die von dir beschriebene Lage versetzt hat und dir aus der Perspektive betrachtet Ansätze gibt, finde ich hingegen weniger nett.

Diplome gibt es hinten in fast jedem Gitarrenbuch für Anfänger. In Musikverbänden und an Musikschulen im diversen deutschsprachigen Ländern gibt es anerkannte Leistungsabzeichen, mit denen du ein gewisses Niveau nachweisen kannst. Hier in Österreich sind vor allem die Leistungsabzeichen des Blasmusikverbandes in Bronze, Silber und Gold generell verbreitet und anerkannt. Für die Gitarre gibt es sie im Blasmusikverband selbstverständlich nicht, aber wer suchet...

Wenn ich in die Vergangenheit dieses Forums zurückdenke, dann fällt mir das Lagerfeuerdiplom ein, in das unser Mjchael viel Energie, Zeit und vor allem Herzblut gesteckt hat. Mjchael ist einer unserer Moderatoren, allerdings habe ich ihn hier allerdings schon lange Zeit nicht mehr gesehen. Das Lagerfeuerdiplom ist mittlerweile im druckreifen Zustand verfügbar und wurde/wird von vielen sehr gelobt.

Mir persönlich sind diesbezügliche Diplome egal. Das, was die Saiten durch das Zutun meiner Finger von sich geben, ist der beste Nachweis.

Gruß,
Meines Wissens stellen auch die Volkshochschulen VHS gewisse Anforderungen an Dozent*innen, bevor Du da unterrichten darfst. Frag doch da mal nach, welche Zugangsvoraussetzungen erwartet werden.
bin mir nicht sicher, ob das was für Dich wäre . . . https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_L...uckversion
Ich denke am Ende bestätigt man sich eher selber, dass man was gelernt hat (es gibt also nicht wirklich ein Diplom).
LG, Jay
Schau doch mal bei www.google.de
Werte Kolleginnen und Kollegen

Danke für die vielen Rückmeldungen. Ich hätte gehofft, dass ev. jemand von Euch eine von mir nachgefragte Ausbildung selbst absolviert hat und damit praktische Erfahrung hat. Das Lagerfeuer-Diplom ist eine wirklich tolle Idee, die wir in unserer Gruppe auch mit einigen Adaptionen anwenden.
Auf alle Fälle vielen Dank und vielleicht gibt es ja doch noch einen Tipp. Bei Volkshochschulen gibt es meines Wissens nach keine einheitliche Qualifizierungs-Strategie, aber das ist ja auch nicht meine Absicht oder mein Ziel. 

mit kollegialen Grüßen
Mario
Hoi
Natürlich gibt es anerkannte musikalische Ausbildungen, aber nicht auf Hobby-Niveau.
Alle diese Ausbildungen und Diplome haben natürlich allesamt einen professionellen Hintergrund...nämlich, dass du dich damit bei musikalischen Berufen bewerben und einen Nachweis deiner Expertise erbringen kannst.

Was ist denn dein Beweggrund? Willst du gitarrentechnisch besser werden oder willst du ein Diplom haben, welches du auf Nachfrage vorweisen kannst? Das sind nämlich zwei verschiedene Paar Schuhe.
"..Willst du gitarrentechnisch besser werden oder willst du ein Diplom haben, welches du auf Nachfrage vorweisen kannst?"

na, eigentlich beides. Wobei, wie gesagt spielt es sich im Hobby-Bereich ab. Aber die Ausbildung sollte zumindest die Basics des Gitarrenspielens, grundlegende Musiktheorie und Gitarren-Pädagogik beinhalten. Wir würden gerne auch Leichtfortgeschrittene Hobby-Gitarristen ansprechen und vor allem weiterentwickeln.

Ich habe ja in meinem Erstartikel auf die Ausbildung von Gitarre C und D https://www.popularmusikverband.de/angebote/d-c-pop/d-gitarre/
verwiesen, die im Endeffekt Absolventen ermöglichen, mit Amateur-Ensembles zu arbeiten. Und das wäre genau meine Beschreibung und Zielrichtung  ....
Wenn du das Diplom des Popularmusikverbandes als Beispiel nimmst, dann kannst du doch auch bei einem privaten Gitarrenlehrer ein paar Stunden investieren. Ziel dieser Gitarrenstunden soll es sein, dass du mit Amateur-Ensembles arbeiten willst.

Also sollte dieser Unterricht sowohl Spieltechnik wie auch pädagogische und methodisch/didaktische Tipps beinhalten. Gute Gitarrenlehrer können das und gehen auch gerne auf deine Wünsche ein.

Zu guter Letzt kannst du dir danach diese Gitarrenstunden bescheinigen lassen. Das ist unter Musikern genau gleich viel wert wie ein Diplom eines privaten Verbandes.
(19-02-2021, 17:38)startom schrieb: [ -> ]Wenn du das Diplom des Popularmusikverbandes als Beispiel nimmst, dann kannst du doch auch bei einem privaten Gitarrenlehrer ein paar Stunden investieren.  Ziel dieser Gitarrenstunden soll es sein, dass du mit Amateur-Ensembles arbeiten willst.

Also sollte dieser Unterricht sowohl Spieltechnik wie auch pädagogische und methodisch/didaktische Tipps beinhalten. Gute Gitarrenlehrer können das und gehen auch gerne auf deine Wünsche ein.

Zu guter Letzt kannst du dir danach diese Gitarrenstunden bescheinigen lassen. Das ist unter Musikern genau gleich viel wert wie ein Diplom eines privaten Verbandes.

ja, danke, das ist eine sehr gute Idee!! Wenn der/die Gitarrenlehrer/in bekannt ist, sollte das wirklich funktionieren.