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Normale Version: Literatur für den Gitarrenlehrer
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Hallo zusammen!

Wie es der Thread-Titel schon sagt, bin ich auf der Suche nach \"Literatur für Gitarrenlehrer\", bzw. Bücher, CDs, usw. die nicht für Gitarrenanfänger oder Gitarristen im Allgemeinen sondern eben speziell für Gitarrenlehrer konzipiert sind.
Vielleicht habt ihr aber auch ein paar Links parat, dass würde mir richtig weiter helfen! Ich bin zwar kein mittelloser Gitarrenlehrer, der grade erst damit anfängt Tongue (siehe Profil) aber ich dachte mir: Man kann als Lehrer nie genug Stoff kriegen! Hab in der Suche schon nachgeschaut, ob es so ein Thema schon gab - bin aber nicht fündig geworden... dachte mir, ich hängs mal ans Schwarze Brett Smile
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Mexicanos, al grito de guerra
El acero aprestad y el bridón,
y retiemble en sus centros la tierra
Al sonoro rugir del canón.
Was unterscheidet denn einen Lehrer von einem Schüler und was sollte denn in einem Lehrerbuch drin stehen was für Schüler uninteressant ist ? Meiner Meinung nach ist ein guter Lehrer auch ein guter Schüler.
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\"Ja, es war besser, selber zu steuern und dabei in Scherben zu gehen, als immer von einem andern gefahren und gelenkt zu werden. \"
Habe sowas nie gesehen und auch nie davon gehoert (Literatur fuer etc).

Ich wuerde sagen du brauchst ist 1. eine Methode und 2. ein Konzept. Ich kann dir leider nur 1-2 Beispiele geben wie ich es mach, was allerdings nix zu sagen hat.

Zur Methode: angefangen schon mit Lektion 1 laeuft nix ohne Untermahlung. Der Schueler kriegt eine CD, auf die kommt das Background worauf er alles was er in der Unterrichtsstunde gelernt hat zuhause uebt. Backgrounds sind midis, \"handgemacht\" in Band in a Box fuer jede Lektion. Zum Abspielen den vanBasco Player, damit kann man die Geschwindigkeit der Wierdergabe nach Belieben regeln. Das gilt genauso fuer den totalen Anfaenger wie fuer das Ueben eines Satriani Solos.

Zum Konzept: es werden keine Songs sondern Gitarrespielen gelernt. Alle Kadenzen oder Soliausschnitte sind Riffs und Licks die der Schueler beim Jammen oder eigenen \"Kompositionen\" frei angepasst verwenden kann. Speed ist Nebensache, Akzent wird auf Kontrolle ueber Saiten, Sound und Noten gelegt. Theorie wird in real-time, aber nur auf das gespielte angewendet (Z.B. von allem Anfang an Unterschiede zwischen Dur und Moll, wie es klingt und welche Note den Unterschied macht).

Ob es so jedem passt, k.A., es basiert darauf wie ich mir als Autodidakt selbst das Gitarrespielen beigebracht habe.


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Und da gibts Sounds von mir, Cottonman und Ralfi:
http://www.blooz.de.vu
@ drbest: Schon klar - Lehrer sind auch nur Schüler - da bin ich der gleichen Auffassung.

Aber gibt es denn nicht vielleicht berühmte Gitarrenlehrer, die ihre Methoden und ihr Konzept in irgend einer Form niedergeschrieben haben? Ich meine eben so, dass auch die Lehrer noch was dazu lernen können. Wenn nicht: Wahnsinn! Das ist doch ne Marktlücke!

@ Blooz: Danke für den Einblick Thumbs Wie gesagt, ich habe auch ein bestimmtes Konzept, nach dem ich meine Schüler ja schon einige Jahre unterrichte. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich perfektionistisch veranlagt bin, jedenfalls kann ich jeden Tipp gebrauchen!
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Mexicanos, al grito de guerra
El acero aprestad y el bridón,
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Wie das Blooz schon gesagt hat ist der Hauptbenefit über einen Lehrer die Methodik bzw. das Konzept.
Soft skills eines Lehrers sollten sein: zu erkennen wo es hängt und warum. Zusätzlich ist es wichtig zu erkennen, wie ein Schüler am besten lernt.
Es gibt sicherlich erfolgreiche Lernkonzepte, aber die bewegen sich wohl eher im Bereich Psychologie und Gehirnforschung.
Musik machen ist halt so komplex, dass keiner es einigermaßen verständlich machen kann, um was es geht und warum es beim einen besser klappt als beim anderen. Ich glaube der Hauptpunkt ist die Emotionalität und auch die kann einer Lehrer vermitteln.
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\"Ja, es war besser, selber zu steuern und dabei in Scherben zu gehen, als immer von einem andern gefahren und gelenkt zu werden. \"
Zitat:Original von OsloFighter:

Vielleicht habt ihr aber auch ein paar Links parat, dass würde mir richtig weiter helfen!


Vielleicht hab ich mich ja auch etwas kompliziert ausgedrückt :-D Ich meine, heutzutage sind MEDIEN ja viel mehr als nur Bücher. Will sagen: Es gibt bestimmt auch gute Onlineschulen, die ihr (für Lehrer) empfehlen könnt...

Z.B. finde ich dieses Unterrichts-Programm sehr hilfreich...

Ich bin einfach am Sammeln...
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Mexicanos, al grito de guerra
El acero aprestad y el bridón,
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Al sonoro rugir del canón.
Da kann ich nur Herumstöbern in einer Uni-Bibliothek empfehlen, und auch sich mal andere Instrumente vornehmen.

Oft fällt einem bei anderen Instrumenten Leichter eine Methode zu entdecken und für sich zu instrumentalisieren.

Aber das meiste Entdeckt man wohl in neuen Büchern die von Lehrer für Schüler geschreiben worden sind...

z.B.

http://www.music-town.de/musik-instrumen...ghaus.html

Zwar klavier, aber man kann daraus Konzepte entwickeln
http://www.musik-service.de/AMA-Piano-Ba...871de.aspx

http://www.soundhaus.de/katalog/einzelpr...rt=7000507

Aber die kennst du wahrscheinlich schon...

Blooz Methode mit CD (oder MP3) und/oder *.mid bzw. *.kar + Vanbasco find ich sehr gut. Wobei ich (was man natürlich keinem sagen darf) Original-Lieder verwende, die ich gegebenenfalls einen Ton höher oder tiefer konvertiere um sie leichter spielbar zu machen... (leider hab ich noch kein gescheites Editor-Programm gefunden, mit dem man Karaokefiles bequem und halbwegs schnell nachbearbeiten kann)

Jedoch werden bei mir recht viele Songs gelernt, und ich verschwende viel Zeit darauf, geeignete Songs/Übungen etc. für die entsprechenden Lektionen zu finden. Eine Kunst des Sortierens...
Aber auch wenn es im Forum nicht den Anschein haben mag, im Unterricht gilt auch bei mir was Blooz schon sagte: Theorie wird in real-time gelehrt. Gerade so viel wie für den aktuellen Song, oder die unmittelbar folgenden gebraucht werden...

Nur hab ich da leicht Reden, ich mache praktisch fast nur Anfängerunterricht...

Gruß mjchael
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Forumstreffen 08.-10. September 2006 in Neuerburg/Eifel
Vielen Dank dafür! Thumbs

Das mit der Theorie ist ja immer so ne Sache... Aber auch ich ziehe es vor, den Schüler nicht von Anfang an mit zu viel Theorie zu \"belasten\". Besser ist doch ein langsamer Aufbau des Wissens - Schritt für Schritt - und immer in Begleitung der Praxis. Dem Schüler soll es schließlich nicht langweilig werden Smile Wahrscheinlich ist es dies das Selbe, was ihr mit \"in real-time\" meint...
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Mexicanos, al grito de guerra
El acero aprestad y el bridón,
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Al sonoro rugir del canón.
Meine erste größere Lektion in Harmonielehre ist die Dur-Kadenz.

Hört sich hochtrabend an, aber es soll nur helfen, dass die drei Akkorde die meine Schüler lernen in einen Ruhe-Akkord, einen Schwebe-Akkord und einen Spannugns-Akkord eingeteilt werden.

Und schon nach der 3 oder 4 Unterrichtsstunde bekommen die Schüler das hin, was ich erst nach 3 bis 4 Jahren gekonnt hatte. Nämlich zu hören, welcher Akkord folgen wird.

ungefähr wie hier in den Wikibooks Gitarre beschrieben. Im Unterricht klingt das aber wesendlich einfacher als in einer geschriebenen Version. Schon alleine, weil man es unmittelbar an Liedern (und bei mir sogar mit einigem Theater) demonstriert.

Was dich vielleicht interessieren wird könnte mein Konzept für die Wikibooks sein. Eine Diskusionsgrundlage oder Inspirationen für eigene Konzepte sind da bestimmt möglich.

Was dannach kommt (E-Gitarre; Solospielen etc.) dafür könnte ich noch ein Konzept brauchen... Da bastele ich noch an den Einzelthemen herum.

Gruß Mjchael
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Forumstreffen 08.-10. September 2006 in Neuerburg/Eifel
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