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Notieren von Stufenakkorden
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Oslo Offline
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Beitrag #1
RE: Notieren von Stufenakkorden
Hallo zusammen!

Um noch mal ein bisschen tiefer ins Songwriting einzusteigen, hatte ich den Plan von einigen bekannten Songs mal die verwendeten Akkorde rauszuschreiben und zwar in Form der Stufenakkorde ( I II III IV V VI VI ), damit immer der Bezug zur Tonart zu sehen ist und ich einfach transponieren kann.

Bei einfachen Sachen (VI - IV - I - V etc.) komm ich da noch mit, aber bei \"anspruchsvolleren\" Geschichten stellen sich mir 2 Fragen:

1.) Gibt es eine Methode wie man Tonleiter-fremde Akkorde notieren kann?

z. B. C G A wäre ja nicht I V VI (= C G Am)

2.) Und wie geht das dann weitergedacht wenn die Tonart während des Liedes komplett wechselt?

...

Vielleicht hat das ja jemand schon mal gesehen oder selbst in irgendeiner Form notiert. Smile


edit: \"Notieren\" ist wahrscheinlich der falsche Begriff, aber ihr wisst garantiert was ich meine. I)
28-09-2013 10:28
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startom Offline
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Beitrag #2
 
Hoi Oslo
Ich versteh die Frage nicht so ganz.

Stufenakkorde gehören ja eindeutig zu einer Tonart. Was an tonartfremden Akkorden reinkommt und den Song aufpeppen, sind ergo keine Stufenakkorde der ursprünglichen Tonart mehr.

Und falls der Song die Tonart komplett wechselt, hast du ja wieder neue Stufenakkorde dazu.

Innerhalb einer Tonart gibt es 7 Stufenakkorde. Tonartfremde Akkorde gehören nun mal nicht zur Tonart. So einfach isset.

Beispiel Akkordfolge:
C - Am - F - G ---> Stufe I, VI, IV und V --> alles Stufenakkorde von C-Dur.

C- E - F - G ---> E-Dur ist kein Stufenakkord der Tonart C-Dur, weil in E-Dur ja bekanntlich ein G# vorkommt und G# kein Ton der C-Dur Tonleiter ist.

Aehm...was wolltest du nochmals genau wissen? ;D

If you think you are too old to rock then you are!

Tom
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28-09-2013 16:27
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Pida Offline
Fingerpicker
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Beitrag #3
 
Zitat: Original von startom:Stufenakkorde gehören ja eindeutig zu einer Tonart. Was an tonartfremden Akkorden reinkommt und den Song aufpeppen, sind ergo keine Stufenakkorde der ursprünglichen Tonart mehr.
Trotzdem kann man ja versuchen, auch Stücke mit solchen Akkorden, die nicht als Stufenakkorde interpretiert werden können, ohne Bezug auf eine konkrete Tonart darzustellen.

Das Nashville Numbers System macht genau das. Im Wesentlichen schreibt man arabische statt römischer Zahlen, hängt bei Abweichungen von den üblichen Stufenakkorden eine Erweiterung an die Ziffer (2m7 wäre dm7 in der Tonart C-Dur) und bei Akkorden mit tonartfremden Grundtönen wird ein b verwendet. Zum Beispiel zeigt b7 in G-Dur den Grundton f an (zur Tonart gehört ein f#).
28-09-2013 18:01
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Oslo Offline
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Beitrag #4
 
Zitat: Original von Pida:
Zitat: Original von startom:Stufenakkorde gehören ja eindeutig zu einer Tonart. Was an tonartfremden Akkorden reinkommt und den Song aufpeppen, sind ergo keine Stufenakkorde der ursprünglichen Tonart mehr.
Trotzdem kann man ja versuchen, auch Stücke mit solchen Akkorden, die nicht als Stufenakkorde interpretiert werden können, ohne Bezug auf eine konkrete Tonart darzustellen.

Das Nashville Numbers System macht genau das. Im Wesentlichen schreibt man arabische statt römischer Zahlen, hängt bei Abweichungen von den üblichen Stufenakkorden eine Erweiterung an die Ziffer (2m7 wäre dm7 in der Tonart C-Dur) und bei Akkorden mit tonartfremden Grundtönen wird ein b verwendet. Zum Beispiel zeigt b7 in G-Dur den Grundton f an (zur Tonart gehört ein f#).
Aha! Das isses! Thumbs Werde ich mich angucken dein Nashville Numbers System. Danke, Pida!

Sorry, Tom für das Verwirrung-Stiften. :-D Stimmt ja was du schreibst, aber ich wollte die tonleiter-fremden Akkorde trotzdem gerne in einem System mit den Stufenakkorden zusammen darstellen...
28-09-2013 18:31
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ghetto Online
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Beitrag #5
 
Tonleiter-fremde Akkorde können oft auch so interpretiert werden, dass das Stück kurz in eine andere Tonart wechselt. Viele Jazzstücke enthalten z.B. x verschiedene von - teils nur Bruckstücken von - II V I-Sequenzen. Hier am Beispiel aus dem B-Teil vom Bebop-Standard \"Hallucinations\" von Bud Powell (aus \"The New Real Book\", Legal, C and vocal version, Published by Chuck Sher, Sher Music Co., 1988, Seite 131):[song]Akkord: Dmi7 G7 Cmi7 F7 Bbmi7 Eb7 Ami7 D7 Gmi7 ....
interpretierte Akkordstufe: II V Im=II V Im = II V II V Im = ....
interpretierte Tonart: C Bb Ab G .........[/song]Bei einem Stück wie diesem kann und möchte ich mich nicht einfach mit den Stufenakkorden einer Tonart - egal ob mit oder ohne Ergänzung im Sinne der von Pida erwähnten Nasville Numbers - zufrieden geben. Eine Tonart ist m.M.n viel zu wenig, um dieses Stück und seine Akkordfolgen zu beschreiben.

Gruß,

[Bild: ghetto.png]
29-09-2013 09:20
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Mihriban Offline
Boxenträger
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Registriert seit: Dec 2007
Beitrag #6
 
Was du suchst, gibt es, guck dir am besten den Überblicksartikel \"Funktionstheorie\" bei Wikipedia an und speziell im unteren Drittel das, was zur Verwendung von runden und eckigen Klammern gesagt wird.

Ich empfehle: Diether de la Motte - Harmonielehre, dort ist die Funktionstheorie eingehend und vollständig beschrieben und praktische Übungen dazu gibt es auch (Vorsicht, anstrengend und unübersichtlich, aber dafür sehr lehrreich).

Lieben Gruß

Mihriban
01-10-2013 18:28
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