Archer
Saitenquäler

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@ All
Danke erst mal für eure Diskussionen. Hätte ja gar nicht gedacht, daß diese meine Frage so viele verschiedene Meinungen hervorbringt.  Ich bin mit diesem Lernstil (nachdem ja keine Methodik dahinter steckt) sehr zufrieden. Ich selbst habe auch nicht jedes Kapitel durchgearbeitet und schon gar nicht der Reihe nach. Manchmal lagen mir als schwer eingestufte Themen deutlich besser und danach fiel es mir auch leichter andere Dinge in Angriff zu nehmen. Also bin ich wohl auch kein richtiger Bursch-Schüler sondern hab mir nur ein paar Tips, meines Erachtens gute bis sehr gute für einen Anfänger, geholt. Ansonsten tat ich es wie Franky: I did it my way.
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Ein Herz kennt Grenzen, die Musik nicht.
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13-02-2004, 13:28 |
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Mjchael
Godfather of Music
       
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Ich habe vor ca. 20 Jahren auch mit Peter Bursch Gitarre gelernt.
Heute muß ich sagen, man hätte einiges besser machen können, aber zu seiner Zeit hat es keiner besser gemacht.
Er hat es gewagt, als Nichtakademiker den Leuten Gitarre beizubringen, und hat damit Erfolg gehabt.
Heute finde ich seine Bücher etwas zu unstrukturiert. Er verliert sich manchmal in Einzelheiten (Ganze Seiten über andere Stimmungen der Gitarre, die man in der Praxis aber so gut wie gar nicht braucht....).
Allerdings hat er ein Notationssystem (die Tabulatur) die in Amerika in Mode war wieder zu uns zurück gebracht, was das Lesen von Stücken sehr vereinfacht.
(Bei uns war die Tabulatur einige Jahrhunterte als mittelalterliche Methode verpönt und man hatte die Schüler so lange mit Notenlesen gequält, bis die ganz die Lust verloren haben.....)
Viele Ansätze, die er verwendet hat, sind inzwischen verbessert worden und zum Standart geworden.
Auch wenn er sich viele Materialien aus Arbeitsblättern zusammengeklaut hat (wie ich gerüchteweise von einem Gitarrenbauer aus Dillenburg vernommen habe), muß man ihm für den beginn seines Werkes, das meines Wissen im Voggenreiter-Verlag weitergeführt und viele Nachahmer gefunden hat, loben. Ich selbst habe mir viele Ideen von ihm geklaut....
Wie gesagt, man hätte vielleicht einiges besser machen können, aber keiner hatte es zu seiner Zeit besser gemacht.
Darum:  Ehre wem Ehre gebürt.
*seinenHutzieh*
Michael
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16-02-2004, 22:13 |
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cottonman
Solist
       
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Registriert seit: Dec 2002
   
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Ich habe nicht nach des Burschen Peters Buch gelernt. Ging ja auch nicht, weil es das noch nicht gab.
Als das Buch rauskam........ich glaube 1977, da war ich schon einige Jahre weg aus Deutschland.
Ich habe meine Pickings von Rev. Davis, John Hurt, Lizz Cotton, u.v.a gelernt, vermittelt durch Stefan Grossman und Happy Traum, die in den 60ern die Sachen als Tab aufgeschrieben hatten, die die alten Blues-Picker in den 20ern und 30ern gespielt haben.
Und eigentlich sind diese Pickings noch genau so aktuell, wie vor fast 100 Jahren. Ich spiele sie Heute noch...............
Warum habe ich dann sogar 2 Editionen von Peters Buch..das 2. bei mir rumliegen?
Nun ja.....wenn ich auch nicht danach gelernt habe...... in den Buechern sind gute Tips, die auch alte Hasen oft nicht kennen........,
oder schon vergessen haben. Ausserdem sind die Buecher sehr gut ausgearbeitet.
Natuerlich sind einige Themen laenger beschrieben als andere.....Teils, weil sie nicht leicht sind, Teils, weil sie dem Bursch einfach am Herz liegen...............
Meiner unqualifizierten Meinung nach hat Peter Bursch ein tolles Werk mit seinen Buechern geschaffen.
Er hat es naemlich fertig gebracht, Tausenden von Gitarren-Anfaengern mit recht einfachen Mitteln schnell Erfolge
im Gitarrenspiel zu bringen......und man hat sogar Spass dabei.
Allein dafuer, gebuehrt ihm Lob.
Egal, ob er diese Methode oder Stil, oder was immer es genannt wird nun erfunden hat, oder geklaut , verbessert oder sonstwas.....
Die Songbuecher von Reinhard Mey machen nichts anderes.....nur eben engstirniger, denn sie drehen sich nur um Songs von ihm. Und damit macht der gute Reinhard wahrscheinlich an einem Buch mehr Geld als der Herr Peter, der Bursch mit seinem Gesamt-Werk.
Saludos,
cottonman
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Wenn es fuer euch schon Morgen ist, ist es fuer mich noch Heute...
Life' s a bitch, and then you die.
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17-02-2004, 07:55 |
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realise
Quetschklavier-Spieler
 
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Registriert seit: Jun 2003
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hey
ich hab auch ab und zu mal in die Büchers reingekuckt, sind ganz toll, aber eigentlich wurde schon alles dazu gesagt, was gesagt werden kann...
obwohl ich manchmal finde, dass er bei diesen verweisen zu anderen Büchern auf den cd´s immer ziemlich, naja wie soll man sagen, hört euch einfach mal den Verweis zu seiner \"Rock Gitarren Welt\" an...
bye
Glücklich der Mensch, er allein,
Der das Heute ganz besitzen kann.
Der in sich ruhend sagen kann:
\"Das Morgen, sei es noch so schlimm,
Ich hab heut´gelebt.\"
(Horaz, 30 v.)
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17-02-2004, 14:44 |
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killed_catfood
Boxenträger

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Registriert seit: Jan 2004
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also, ich hab au so n buch...schlecht isses nich, aber die liedchen da drin könnten mal an bisserl erneuert werden... ich mein, welches -nehmen wir an, zehnjähriges- kind schnappt sich seine klampfe und fängt zu weihnachten an, dieses guantanamera(?)-ding zu singen...allein schon wenn man die buchstaben anschaut, verknotet sich die zunge... 
so, die beispiele hatte ja schon wer kritisiert...
ich schau auch ab und zu ma rein ins buch, habs von den techniken her aber scho durch... am besten is das bild von dem typen hintendrauf :-D
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buy me!
buy me!
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05-03-2004, 20:34 |
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fisherman
Schlagerfuzzi
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Das erste Buch, mit dem ich gelernt habe war sein \"Songbuch für Gitarre\", was eigentlich nur eine Ergänzung zu den anderen Büchern ist.
Tja, dann war also nicht This land is your land sondern Tulsa Time das erste Lied... habe mich einfach durchgewurschtelt und nach zwei Stunden war ich bei Heart of gold angekommen.
Das richtige Gitarrenbuch von ihm habe ich dann zu Ostern bekommen, was einen Monat später war. Das sehe ich ähnlich wie ihr: Das erste Kapitel sind die Grundlagen, den Rest habe ich eher immer mal wieder als Bonus gespielt...
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10-07-2004, 15:55 |
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Little_Mama
Moderator
       
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Nachdem der Threat wieder aufgetaucht ist muss ich auch mal was dazu sagen:
Ich habe mir, als ich den Entschluss gefasst habe Gitarre spielen zu lernen, auch das Buch von Peter Bursch angeschaut, mit anderen verglichen, und gekauft.
Ich kann, bis heute, keine Noten lesen und finde die \"Methode\" von Peter Bursch gut und erfolgreich. Natürlich habe ich trotzdem noch einen Kurs gemacht, aber da ging es rein um die Liedbegleitung. Man kann sich bei solchen Kursen noch einiges abschauen, was mit einer CD nicht so ganz rüberkommt (jedenfalls ging es mir so).
Als dann dieses Jahr bei uns im Ort auch noch ein Kurs in Fingerpicking angeboten wurde, hab ich die Gelegenheit ergriffen und mich angemeldet.
Ich schaue heut noch ins Buch von dem Peter um mir die eine oder andere Lektion wieder anzuschauen.
Das mit den Liedern stimmt, der könnte schon mal aktuellere reinschreiben, aber lernen kann man auch mit den \"alten Schinken\".
Es wurde ja schon mehrfach gesagt, es ist egal mit welchem Buch man anfängt, sondern dass es Spaß macht.
Ich bleib weiter am Ball.
Gruß
Karin
p.s. Ich hab mit dem Gitarre spielen angefangen, weil ich mal wieder was für mich tun wollte.
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Keep on playing guitar!!!!!! It is never to late to start again!
Never judge a book by its cover. Take your time and look inside.
Es ist selten zu früh und niemals zu spät .... oder so ^^
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11-07-2004, 21:31 |
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Eifeljanes
Godfather of Music
       
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letzten freitag abend gab der peter bursch einen änfänger-workshop (\"auch für leute, die noch nie eine gitarre in der hand hatten\") im dauner musikhaus müller. klaro, er wollte natürlich auch seine diversen bücher verkaufen und diese termine sind sicher teil seines verlags-vertrages.
ich bin mit joachim (den ein paar vielleicht noch vom ft2006 kennen) aus purer neugierde dorthin gefahren. okay, wirklich \"gelernt\" haben wir nichts - aber da gabs eine meeeeenge zeug zum abgucken, insbesondere dahingehend, WIE man komplizierte dinge einfach vermittelt. ob der bursch nun ein spitzen-gitarrist ist (wohl eher nicht) und ob er nun eine eigene \"methode\" hat (es ist wohl \"auch\" seine methode), sei dahingestellt - aber didaktisch ist er ne granate: sympathisch, geduldig, witzig, simpel.
absolute anfänger saßen mit leih-gitarren in der runde von etwa 40 teilnehmern und konnten nach 30 minuten bereits zwei lieder mit drei akkorden (mit-)spielen. also wenn DAS keine motivation ist, sich weiter mit der gitarre zu beschäftigen?!

anschließend gabs autogramme und small-talk. joachim ließ sich seine garrison signieren und ich mein \"bap für gitarre\"-buch.
zum geburtstag wird mein siebenjähriger neffe jedenfalls nächste woche burschs kinder-gitarren-buch bekommen.
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\"Ein Eifler Junge macht erst mit 6 Monaten die Augen auf, aber dann sieht er alles.\"
(Jaques Berndorf)
Justin Bieber: "God sent me to sing." Keith Richards: "No, I did not."
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24-09-2007, 09:14 |
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