Mitchel-Summer
Stehgeiger
  
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RE: Kuriose Auftritte
Moimoin!
Wer kennt das nicht? Mitten im Gig passiert was völlig Unerwartetes.
Oder man weis schon vorher, dass der Auftritt nicht wie geplant verlaufen wird. Man muss vor (fast) leeren Rängen spielen.
Habt ihr auch solche Geschichten auf Lager? Plaudert mal aus dem Nähkästchen.
Eine Geschichte von mir hab ich ja schon hier auf Seite 8 erzählt.
Hier eine weitere:
Wir hatten zu zweit einen Auftritt in einem Kulturforum. Fett Werbung und wat nich alles. Zu dem Zeitpunkt wo wir anfangen sollten, war gerade mal eine Dame als Publikum anwesend, das war dann auch noch die Putzfrau für hinterher zum reinigen. Wir haben dann die Anlage ausgeschaltet und eine nette kleine Runde gemacht.
Oder der hier:
Gig in Husum auf dem Töpfermarkt. Wir hatten ein Zelt aufgebaut, um uns vor dem Nordseewind (etwa Stärke 6 bis 7) und dem Regen zu schützen. Das Zelt hatte Textilwände, die nicht richtig abgesichert waren. Während des Gigs geschah das, was kommen musste. Eine Windboe setzte die Rückwand unter Druck, so dass dieser weit nach vorne kam und schmiss mehrere Gitarren samt Ständer um. Stück unterbrochen, Zwangspause, Gitarren soweit ohne Schäden, dann konnte es weitergehen mit Wut im Bauch und verändertem Bühnenaufbau.... ;D .
Was habt ihr auf Lager?
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17-01-2009, 13:36 |
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Mitchel-Summer
Stehgeiger
  
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Moimoin!
Na gut, ich leg noch einen drauf!
ONLINEKONZERT
...ist ein Konzert, den man live im Netz gibt.
Technischer Aufbau: Gitarre/Mikrofon für Moderation > Vorverstärker > Mischpult > Computer > Internet mindestens DSL 6000> Stream des Internet-Radiosenders > Hörer.
Als Software habe ich Winamp benutzt, bei dem ein spezielles Plugin installiert wurde, das ermöglicht, auf den Stream des Radiosenders zuzugreifen und dort im Upload Sound zur Verfügung zu stellen (frag mich nicht, wie dat Ding da heißt :-D )
Ich habe alleine in der Wohnung gesessen und gespielt, während das Publikum im Chat zugegen war und dort ihr Feedback gegeben hat.
Ist echt wat anderes, denn die persönliche Präsenz des Musikers bzw. des Publikums fehlt komplett. Nur eingeloggte Chatter auf dem Bildschirm sind wahrnehmbar. Meine Nervosität war deutlich stärker als bei einem normalen Konzert, denn mögliche Fehlerquellen können auch im Computer liegen, ein falscher Haken irgendwo gesetzt, schon kanns daneben gehen, was beim ersten Konzert auch der Fall war. Der Chef des Radiosenders hat dann über eine Software (Name nenne ich jetzt nicht) auf mein Computer zugegriffen und hat den Fehler gesucht, klar, ein Haken war falsch gesetzt, es darf nicht in Stereo ausgegeben werden, sonst klingt alles doppelt und dann noch ein wenig zeitversetzt (frag mich nicht warum), klingt dann wie in der Grottenhöhle..... ;D
War eine neue und schöne Erfahrung für mich! Ich denke, das wird auch die Konzertform der Zukunft werden....
Welches Radio war das? siehe Banner unten in meiner Signatur.
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18-01-2009, 09:24 |
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Hetfield1985
Leadgitarrist
     
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Wir wurden vor fast zwei Jahren mal für eine Geburtstagsfeier gebucht. Die Lokalität war eine Kellerkneipe bzw. der Kellerraum einer Kneipe, der eben für solche Festivitäten zu vermieten ist. Füllvermögen etwa um die einhundert Leute, fast so viele waren auch zugegen. Es wäre der bis dato größte Indoor-Gig unserer Bandgeschichte gewesen, wenn nicht zeitgleich zum Beginn unseres Auftritts vor der Türe der eigens vom Geburtstagskind (einem Getränkehändler, der mit unserem damaligen Drummer befreundet ist) herangekarrte Bierwagen seine Arbeit aufgenommen hätte. Die Entscheidung zwischen Freibier und Musik war für etwa 80% der Leute dann auch schnell getroffen; die verzogen sich zum Bierwagen und nahmen dann auf den extra aufgestellten Bierbänken im Freien Platz. Die restlichen 20% der Anwesenden zogen es vor, sich am Buffet im Vorraum die Beine zu vertreten respektive einen ausgedehnten Stehimbiss zu sich zu nehmen.
Bis zu unserer Setpause, als ein lokal bekannter Liedermacher seine akustische Gitarre mit Kofferverstärker auspackte (er weigerte sich strikt, unsere Anlage mitzunutzen) und dem Geburtstagskind ein Spottliedchen darbrachte. Blitzschnell war der Raum wieder zum Bersten gefüllt. Als der Barde allerdings fertig war, leerte sich auch der Raum wieder.
Der ganze Abend war eher frustrierend als kurios. Auf den Aufnahmen, die wir vom Abend gemacht hatten, kann man auch sehr schön den fließenden Übergang vom Auftritt zur öffentlichen Probe hören, den wir - unprofessionell wie wir nun einmal waren - vollzogen haben. Und nachdem ein- und derselben Dame, die aus Mitleid dann und wann vom Buffet in den Raum kam, zwanzigmal ihr Musikwunsch (\"Spielt doch mal Ring of fire, das gefällt mir so gut!\") erfüllt worden war, haben wir zusammengepackt und sind gegangen.
Kurz darauf eräugnete es sich, dass ein sehr guter Freund unseres damaligen Schlagzeugers ein etwas größeres Konzertevent (Freitag- und Samstagabend) veranstaltete, auf dem Silbermond als Main Act spielten. Wir wurden mit der Hoffnung, eventuell deren Vorband zu werden sowie Backstagepässe und wasnichtalles zu erhalten, gelockt und warm gehalten. In jedem Falle aber sollten wir als Gage mindestens einen großen rosa Euroschein einsacken können (\"im optimalsten Falle\" sprach der Veranstalter sogar von einem solchen Schein \"je Bandmitglied\"). Insgesamt lief da aber von Veranstalterseite einiges schief:
Wir spielten am Tag nach dem eigentlichen Event (Sonntagnachmittag), der spontan als \"Familientag\" noch dem Veranstaltungskalender hinzugefügt wurde, damit wir wenigstens noch etwas Hoffnung auf Publikum hegen konnten. Das aber auch erst, nachdem wir eine Woche zuvor eine Absage, dann wieder eine Zusage, und dann eine vage Versprechung irgendwo zwischen Zu- und Absage erhalten hatten, ob wir denn überhaupt spielen dürften. Definitiv war nur die Aussage von Veranstalterseite, wir würden weder als Vorband auftreten noch Backstagepässe erhalten. Am Ende bekam die Band (damals sieben Leute) vier Freikarten für den zweiten Abend, die unserem damaligen Drummer nach einem zähen Hin und Her mehr oder minder unter der Hand zugesteckt wurden.
Die Bühne war recht geräumig, allerdings auch schon wieder zur Hälfte abgebaut. Vom Haupt-Act der eigentlichen Veranstaltung bekamen wir nur noch die Gaffamarkierungen am Bühnenrand zu sehen, auf denen \"Steffi Mikro\" und ähnliche Sprüche geschrieben standen. Die Anlage war natürlich schon am Vorabend direkt nach dem Konzert abgebaut worden und wurde, als wir am Sonntagmorgen ankamen, durch eine etwas kleinere Anlage ersetzt. Wenn Tonaufzeichnungen mit einer Videokamera in der Hinsicht vertrauenswürdig sind, dann war die Anlage ein wenig zu schmal bemessen, um diese große Lokalität überhaupt einmal bis zum FoH angemessen zu beschallen. Die Betreuung durch die angemieteten Techniker hingegen war sehr gut.
Das Konzertgelände war ordentlich groß bemessen, am Vorabend waren nach Schätzungen der vier Bandmitglieder, die anwesend waren, mehrere tausend Besucher zwischen Bühne und FoH gestanden. Jetzt, am \"Familientag\" befand sich auf diesem großen Areal die Freundin unseres Bassisten mit zwei weiteren Freundinnen. Der Rest der Zuschauer (etwa zwei oder drei Familien) saß, von der Bühne aus nur schemenhaft zu erkennen, am Rand des Konzertgeländes auf den Bierbänken vor dem Würstchenstand. Gegen Ende unseres Auftrittes verirrten sich noch ein Vater mit seiner dreijährigen Tochter sowie ein Paar in den Zwanzigern vor die Bühne.
Und als wäre das nicht noch genug gewesen, riss mir auch sehr früh auf diesem \"Konzert\" die D-Saite. Ersatzsaiten hatte ich natürlich vergessen, so dass ich auf der Ersatzgitarre weiterspielen musste.
Auf die Gage (die natürlich nur \"vage angedeutet\", nicht aber vertraglich fixiert wurde) würden wir heute noch warten, wenn wir uns Hoffnungen machten, sie jemals zu bekommen. Der Drummer hat danach übrigens aufgehört, Gigs auszuhandeln und Anfragen seitdem nur noch an das Plenum weitergeleitet.
\"Charles Bronson tritt immer nur dann in Aktion, wenn all seine Lieben brutal abgeschlachtet worden sind.\" - Al Bundy
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28-03-2009, 19:32 |
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tom-k-1973
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Butti21
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Eifeljanes
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07-06-2009, 19:38 |
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musicdevil
Saitenquäler

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kenn ich auch alles :teufel:
mitten im konzert hat der keyboarder seinen synthie umgeworfen, zum glück wars halbplayback
bei einem konzert hatten wir ne stripperin auf der bühne...da gabs nen song der hies *tränen im gesicht* und da gings um ne stripperin die sich all abendlich für geld ausziehen muss...
naja wenn die sich dann ständig nach vorn beugt ect. wirds einem schon bissel eigenartig
oder bei einem konzert wurde vom veranstalter keine werbung gemacht wie abgesprochen und es waren dann nur etwa 20 leute anwesend..stockbesoffen die dann gegröhlt haben *spielt doch mal wolfgang petry* :teufel: dabei hatten wir nur eigene songs, ganz andere richtung
was auch noch gut kam, waren gemeinsame konzerte mit alten 80`ger jahre stars...zb. bad boys blue und fancy...die waren sowas von stockbesoffen das sie es kaum auf die bühne geschafft haben. schon als die ankamen haben die nach ihrem vorbestellten alk gefragt, sind in den extra bereitgestellten wohnwagen verschwunden und haben sich erstmal warm gesoffen. bei der autogrammstunde sind bad boys blue mit dem kopf auf den tisch geknallt, weil sie sich in ihrem zustand nicht mehr halten konnten.
seit diesen ganzen vorfällen denk ich schon ziemlich anders über so einige alte *stars* :teufel: das würde hier den rahmen sprengen
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05-02-2010, 13:49 |
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